Non-entry due to defective representation in criminal appeal

6B_391/2012Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung24.07.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal because it was filed by the appellant's father, who was not authorized to represent him before the court. The defect was notified and a deadline was set, but it was not cured by a valid signature from the appellant or a licensed lawyer. The court held that the appeal must therefore be disregarded under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were imposed on the father as the person who caused the unnecessary expense.

Omnilex-Regeste

Art. 40 Abs. 1, Art. 42 Abs. 5 and Art. 108 BGG; criminal appeal filed by an unauthorized non-lawyer representative is inadmissible if the defect is not cured within the prescribed period. In criminal matters, representation before the Federal Supreme Court is reserved to licensed attorneys; absent a personally signed submission or a valid attorney signature, the court issues non-entry in summary procedure. Unnecessary costs caused by the defective filing may be charged to the representative under Art. 66 Abs. 3 BGG (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_391/2012

Urteil vom 24. Juli 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch X.A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Amtsleitung, Feldstrasse 42, 8090 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Verbleib in Sicherheitsabteilung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichterin,
vom 4. Juni 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Da sich der Beschwerdeführer in der Strafanstalt Pöschwies immer wieder renitent verhalten und das Personal bedroht sowie beschimpft haben soll, wurde er in die Sicherheitsabteilung eingewiesen. Im angefochtenen Entscheid wurde eine dagegen gerichtete kantonale Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (act. 3). Dagegen wendet sich der Vater des Beschwerdeführers mit einer Beschwerde vom 28. Juni 2012 ans Bundesgericht, in welcher er vor allem Vorwürfe gegen die schweizerischen Behörden erhebt (act. 1). Am 4. Juli 2012 teilte ihm das Bundesgericht gestützt auf Art. 40 Abs. 1 BGG mit, er sei als Vertreter seines Sohnes vor Bundesgericht nicht zugelassen, weil in Strafsachen Parteien nur von Anwälten und Anwältinnen vertreten werden können. In Anwendung von Art. 42 Abs. 5 BGG wurde ihm eine Frist zur Behebung des Mangels bis zum 13. Juli 2012 angesetzt, ansonsten die Eingabe vom 28. Juni 2012 unbeachtet bleibe (act. 5). Innert Frist wendet sich der Vater des Beschwerdeführers am 7. Juli 2012 erneut ans Bundesgericht. Auch diese Eingabe beschränkt sich auf Vorwürfe gegen die Behörden der Schweiz (act. 6). Der Mangel wurde indessen nicht behoben. Da keine vom Beschwerdeführer persönlich oder einem zugelassenen Vertreter unterschriebene Beschwerde vorliegt, ist androhungsgemäss auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die vor Bundesgericht entstandenen Kosten waren unnötig. Sie sind dem Vertreter des Beschwerdeführers aufzuerlegen, da er sie verursacht hat (Art. 66 Abs. 3 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Vertreter des Beschwerdeführers auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichterin, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Juli 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

security unitinadmissibilityrepresentationcriminal appealcost allocationnon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal was admissible despite being filed by an unauthorized representative

Extrahierter Entscheid

No admissible appeal was filed because the submission was not signed by the appellant personally or by a licensed representative.

Extrahierte Begründung

In criminal matters, parties may be represented before the Federal Supreme Court only by lawyers. The defect was notified under Art. 42(5) BGG and not cured within the set time limit, so the appeal had to be disregarded under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs

Extrahierter Entscheid

The unnecessary costs were imposed on the appellant's representative because he caused them.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(3) BGG, costs caused unnecessarily by a representative may be charged to that person.

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