No standing for complaint against refusal to open investigation

6B_331/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung24.07.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the complainant lacked standing to challenge the cantonal refusal to open a criminal investigation for forgery in office. He was neither a private prosecutor, victim, nor complainant within the meaning of Art. 81 BGG and had no otherwise protected interest. The court therefore did not enter into the complaint under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the complainant.

Omnilex-Regeste

Art. 81 BGG; standing to appeal in criminal matters against a refusal to open an investigation: A person who is neither private prosecutor, victim, nor complainant within Art. 81(1)(b) ch. 4-6 BGG and who lacks any legally protected interest in annulment or modification of the contested decision is not entitled to lodge a criminal law complaint. In such a case the Federal Supreme Court does not enter into the matter under Art. 108 BGG. Costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66(1) BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_331/2007 /bri

Urteil vom 24. Juli 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Willisegger.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 21. Mai 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer reichte am 28. Juli 2006 Strafanzeige wegen Urkundenfälschung im Amt ein. Die Staatsanwaltschaft überwies die Anzeige an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Zürich, welche mit Entscheid vom 11. Januar 2007 die Eröffnung einer Strafuntersuchung ablehnte. Den dagegen erhobenen Rekurs wies das Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mit Beschluss vom 21. Mai 2007 ab, soweit es darauf eintrat.

Der Beschwerdeführer gelangt mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Die Legitimationsvoraussetzungen dazu ergeben sich aus Art. 81 BGG. Da der Beschwerdeführer weder Privatstrafkläger noch Opfer oder Strafantragsteller im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 - 6 BGG ist, und er auch sonst kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat, ist er zur Beschwerde nicht legitimiert. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. Juli 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

standingcriminal complaintinvestigationinadmissibilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complainant had standing to bring a criminal law complaint before the Federal Supreme Court against the refusal to open an investigation.

Extrahierter Entscheid

He lacked standing because he was neither a private prosecutor, victim, nor complainant within the meaning of Art. 81(1)(b) ch. 4-6 BGG, and had no otherwise protected interest.

Extrahierte Begründung

Without the required status or a legally protected interest, the complaint is inadmissible; the court therefore does not enter into the merits under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

The court costs are charged to the complainant.

Extrahierte Begründung

As the complaint is not entered into, the costs follow the unsuccessful party.

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