Federal Supreme Court refuses frivolous criminal complaints

6B_322/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung20.06.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that two criminal complaints against the Bernese cantonal appellate chamber’s non-entry decisions were abusive and querulous. It therefore refused to enter into the complaints in simplified procedure, also rejecting all related requests. The applicant’s motions for free legal aid were denied because the complaints had no prospects of success. Court costs of CHF 1,000 were charged to the applicant. The court also indicated that future filings in the same or related matter, including revision requests, would be filed away without formal disposition.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 7 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG; admissibility of abusive and querulous appeals. Appeals that merely repeat previously rejected submissions and serve to burden the court may be rejected summarily as abusive and querulous. In such a case, the court may refuse entry in simplified procedure. Where the underlying relief is manifestly hopeless, requests for free legal aid must be denied under Art. 64 BGG. Costs are allocated to the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_322/2008, 6B_323/2008/sst

Urteil vom 20. Juni 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Willisegger.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
6B_322/2008
Nichteintretensbeschluss (Amtsmissbrauch etc.),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 29. Februar 2008.

6B_323/2008
Nichteintretensbeschluss (Amtsmissbrauch etc.),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 29. Februar 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die beiden vorliegenden Beschwerden erweisen sich als rechtsmissbräuchlich und querulatorisch (Art. 42 Abs. 7 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG). Sie unterscheiden sich nach ihrer Art in nichts von denjenigen vom 10. Februar 2007 (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1B_17/ 2007 vom 7. März 2007), vom 23. November 2007 (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1B_265/2007 vom 18. Dezember 2007) und vom 22. Januar 2008 (Urteil des Bundesgerichts 6B_147/2008 vom 17. April 2008). Der Beschwerdeführer ist vollumfänglich auf die Erwägungen dieser Urteile, insbesondere auf jenes vom 7. März 2007, zu verweisen. Im Übrigen ist anzumerken, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer wegen querulatorischen Verhaltens in Bezug auf das vorliegende Strafverfahren die Prozessfähigkeit abgesprochen hat.

2.
Auf die vorliegenden Beschwerden und sämtliche damit verbundenen Gesuche ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG). Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen (Art. 64 BGG).

3.
Weitere Beschwerden und Eingaben in gleicher Angelegenheit oder in einer damit verbundenen Sache, insbesondere auch Revisionsgesuche, werden in Zukunft ohne förmliche Erledigung zu den Akten gelegt.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerden 6B_322/2008 sowie 6B_323/2008 und sämtliche damit verbundenen Gesuche wird nicht eingetreten.

2.
Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege werden abgewiesen.

3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Juni 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Willisegger

Schlagwörter

inadmissibilityabusive appealquerulous conductlegal aidcourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the two complaints and related motions were admissible.

Extrahierter Entscheid

The complaints were inadmissible because they were abusive and querulous.

Extrahierte Begründung

They did not differ in substance from earlier rejected filings; the court referred fully to prior judgments and noted the applicant had been denied procedural capacity below for querulous conduct.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was refused because the requests were manifestly hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the complaints were inadmissible, the relief sought had no prospect of success.

Kernrechtsfrage

How court costs should be allocated.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the applicant.

Extrahierte Begründung

Costs followed the inadmissibility of the complaints.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.