Non-entry for unpaid cost advance in criminal complaint

6B_321/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung13.07.2011Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the appellant failed to pay the requested cost advance within the extended deadline despite proper service and warning. The court therefore applied the non-entry mechanism of Art. 108 BGG. It also ordered the appellant to pay court costs of CHF 800 under Art. 66(1) BGG. The decision was rendered by a single judge of the Criminal Division.

Regest

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG; non-payment of the required cost advance after expiry of the grace period and warning leads to non-entry on the appeal. Proper service of the advance-payment order and of the grace-period order is sufficient; absent timely payment, the court may decide summarily under Art. 108 BGG. Court costs are charged to the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_321/2011

Urteil vom 13. Juli 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ermächtigungsverfahren (Strafanzeige wegen Ehrverletzung etc.),

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 6. April 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 12. Mai 2011 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 3. Juni 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Obwohl er die Verfügung in Empfang nahm, reagierte er nicht. Mit Verfügung vom 8. Juni 2011 wurde ihm die in Art. 62 Abs. 3 BGG gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses bis 29. Juni 2011 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Nach zwei vergeblichen Versuchen konnte die Verfügung dem Beschwerdeführer am 18. Juni 2011 zugestellt werden. Erneut reagierte er nicht. Da der Kostenvorschuss innert Frist nicht einging, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Juli 2011
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Schlagwörter

non-entrycost advanceservice of processcourt costscriminal complaint