Non-entry on complaint; missed hearing restoration refused

6B_308/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung06.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court, sitting as single judge, did not enter into the appellant's complaint against a cantonal criminal decision concerning restoration of a missed hearing date. The lower court had held that the appellant missed the hearing because of poor calendar management and that the penalty orders had therefore become final. The complaint did not sufficiently demonstrate manifest error or arbitrariness in those findings. Federal court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; non-entry on an insufficiently reasoned complaint challenging factual findings and the finality of penalty orders. The appellant must substantiate, with specific arguments, why the cantonal court's findings are manifestly inaccurate or arbitrary; mere disagreement with the assessment of his own organizational negligence does not suffice. Where the complaint does not engage the decisive reasoning of the cantonal decision, the single judge may dispose of it summarily by non-entry. Court costs are charged to the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_308/2011

Urteil vom 6. Mai 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz; Wiederherstellung eines Termins,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 1. Strafkammer, vom 12. April 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid wurde eine Appellation in Bezug auf ein Gesuch um Wiederherstellung eines versäumten Termins für eine Gerichtsverhandlung abgewiesen, wodurch verschiedene Strafmandate in Rechtskraft erwuchsen, was zur Folge hatte, dass auf eine weitere Appellation nicht eingetreten werden konnte. Die Vorinstanz stellt fest, es sei auf die Unachtsamkeit des Beschwerdeführers bei seiner mangelhaften Terminverwaltung zurückzuführen, dass er den Verhandlungstermin versäumt habe (angefochtener Entscheid S. 4 E. 5). Inwieweit diese Feststellung offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Unter den gegebenen Umständen erwuchsen die Strafmandate nach der Darstellung der Vorinstanz in Rechtskraft (angefochtener Entscheid S. 5 E. III/1). Inwieweit diese Erwägung auf einer willkürlichen Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts beruhen könnte, ist aus der Beschwerde ebenfalls nicht ersichtlich. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

3.
Wie schon in vielen früheren Verfahren (letztmals im Urteil 6B_250/2011 vom 12. April 2011 mit Hinweisen) wird der Beschwerdeführer bereits heute darauf aufmerksam gemacht, dass das Bundesgericht sich vorbehält, weitere Eingaben in dieser Angelegenheit und insbesondere missbräuchliche Revisionsgesuche ohne förmliche Erledigung und ohne Antwort abzulegen.
Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Mai 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Schlagwörter

non-entryrestoration of deadlinecriminal procedurefinalityarbitrarinesscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint met the requirements for federal review or had to be dismissed as inadmissible.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not show any manifest error or arbitrariness in the cantonal ruling, so the Federal Supreme Court would not enter into the matter.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to substantiate that the factual finding on his own negligence or the conclusion that the penalty orders had become final was arbitrary or otherwise unlawful; therefore non-entry under Art. 108 BGG was appropriate.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered upon, costs were charged to the losing party under the Federal Supreme Court Act.

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