Non-entry for failure to pay court advance

6B_3/2012Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung01.03.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the appellant failed to pay the required court advance of CHF 2,000 even after being granted a statutory grace period. The advance-payment order was served, but the amount remained unpaid. The Court therefore issued a non-entry decision under Art. 108 BGG and imposed court costs of CHF 800 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; non-payment of the court advance and non-entry into the appeal; if the appellant does not pay the ordered advance within the original time limit and the additional grace period, the Federal Supreme Court may decide without further proceedings not to enter into the appeal. Proper service of the payment order and warning is sufficient; absent timely payment, the remedy is inadmissible. Court costs are borne by the appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_3/2012

Urteil vom 1. März 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Aufhebung der Rechtskraft und Wiederherstellung der Einsprachemöglichkeit,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Luzern, 2. Abteilung, vom 10. November 2011 (2N 11 82).
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 4. Januar 2012 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 25. Januar 2012 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Nachdem er die Verfügung auf der Post nicht abgeholt hatte, wurde sie ihm noch mit A-Post zugestellt. Der Kostenvorschuss ging nicht ein. Mit Verfügung vom 1. Februar 2012 wurde dem Beschwerdeführer die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis zum 22. Februar 2012 angesetzt, um den Kostenvorschuss einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Diese Verfügung hat der Beschwerdeführer am 9. Februar 2012 erhalten. Dennoch wurde der Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, 2. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. März 2012
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

non-entrycourt advanceappeal inadmissibilitycostsservice of process

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the court advance.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appellant did not pay the ordered advance within the original deadline or the statutory grace period, the Court could not enter into the appeal.

Extrahierte Begründung

The advance-payment order and subsequent grace-period order were duly served; the amount remained unpaid, so non-entry followed under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

The court costs were charged to the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, the costs were imposed on the appellant under the Federal Supreme Court Act.

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