Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

6B_277/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung15.05.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal decision partly setting aside a non-prosecution order in a criminal matter. The Supreme Court held that it could not hear the appeal on coercion and unlawful restraint because the cantonal proceedings were still pending after remittal. As to bodily injury, assault and property damage, the appeal lacked sufficient reasoning: the appellant did not show any violation of federal law or arbitrary fact-finding. The appeal was therefore not entered into, court costs of CHF 800 were imposed on the appellant, and no compensation was awarded to respondents 2 and 3.

Omnilex-Regeste

Art. 90, 42 Abs. 2 and 108 BGG; admissibility of a criminal appeal against a cantonal decision partly remanding the case and requirements of substantiated reasoning. A decision is final only to the extent that the cantonal proceedings are concluded; where the lower court remands claims for further investigation, the Federal Supreme Court does not enter into an appeal on those points. As to the remaining issues, the appellant must, by reference to the challenged decision, specifically demonstrate a violation of law; mere assertions of self-defence or criticism of the police do not suffice. Failing adequate motivation, the Court decides by summary non-entry procedure (consid. 2-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_277/2013

Urteil vom 15. Mai 2013
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
  2. Y.________,
  3. Z.________,
    Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, III. Strafkammer,
vom 4. Februar 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Am 15. März 2012 erstattete X.________ Strafanzeige wegen Körperverletzung, Tätlichkeiten, Freiheitsberaubung, Nötigung und Sachbeschädigung gegen zwei Männer, die in einem Lokal für die Sicherheit zuständig waren. Sie hätten ihn ohne Vorwarnung grundlos von der Musikbühne gerissen, wobei er sich am Knie verletzt und seine Brille verloren habe. Sie hätten ihn brutal vor das Lokal gezerrt und mit Handschellen fixiert. Seine zurückgebliebene Jacke sei trotz Aufforderung nicht geholt worden und am Tag darauf nicht mehr auffindbar gewesen.

Am 20. Juni 2012 nahm die Staatsanwaltschaft See/Oberland die Untersuchung nicht anhand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde hiess das Obergericht des Kantons Zürich am 4. Februar 2013 teilweise gut. Es hob die Verfügung mit Bezug auf die Vorwürfe der Nötigung und der Freiheitsberaubung auf und wies die Akten im Sinne der Erwägungen an die Staatsanwaltschaft zurück.

X.________ führt Beschwerde ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Er führt aus, er sei mit allen Punkten des Beschlusses vom 4. Februar 2013 nicht einverstanden.

2.
Soweit die Vorinstanz die Sache in Bezug auf die Vorwürfe der Nötigung und Freiheitsberaubung an die Staatsanwaltschaft zurückwies, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil das kantonale Verfahren insoweit nicht abgeschlossen ist (Art. 90 BGG). Die Beschwerde ist nur zulässig, soweit sie die Körperverletzung, Tätlichkeiten und Sachbeschädigung betrifft.

3.
In einer Beschwerde ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dieser Voraussetzung genügt die Eingabe des Beschwerdeführers nicht. Zum einen bringt er vor, er sei zum Schutz seiner Gesundheit zur Notwehr gezwungen gewesen. Mit dieser Behauptung lässt sich nicht belegen, dass die unbestrittene Aggressivität, die er am fraglichen Abend an den Tag legte, gerechtfertigt gewesen wäre. Zum anderen macht er geltend, die für die Sicherheit zuständigen Männer hätten die Polizei irregeführt. Daraus ergibt sich nicht, dass die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV festgestellt hätte. Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Beschwerdegegnern 2 und 3 ist keine Entschädigung zuzusprechen, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatten.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Mai 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

non-entrycriminal complaintreasoned appealremittalself-defensearbitrarinesscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was admissible regarding coercion and unlawful restraint after remittal by the cantonal court.

Extrahierter Entscheid

No entry could be made because the cantonal proceedings were not yet concluded on those points.

Extrahierte Begründung

The cantonal court had set aside the non-prosecution decision and remanded the file for coercion and unlawful restraint; under Art. 90 BGG the matter was therefore not finally decided.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was sufficiently reasoned as to bodily injury, assault and property damage.

Extrahierter Entscheid

The appeal was not sufficiently reasoned and therefore could not be examined.

Extrahierte Begründung

The appellant did not show, with reference to the challenged decision, how it violated federal law; his claims of self-defense and alleged misleading of the police did not demonstrate manifestly incorrect fact-finding or arbitrariness.

Kernrechtsfrage

Court costs and compensation for the respondents.

Extrahierter Entscheid

Costs were imposed on the appellant; no compensation was awarded to respondents 2 and 3.

Extrahierte Begründung

As the appeal was unsuccessful and the respondents incurred no compensable expenses before the Federal Court, costs were charged to the appellant and no party compensation was due.

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