projekte
6B_204/2007 ΓÇó Lack of standing to challenge refusal to open investigation
6B_204/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung01.06.2007Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the complainant lacked standing to challenge the cantonal prosecutor’s refusal to open a criminal investigation for false testimony. He was neither a private prosecutor, victim, nor complainant within Art. 81(1)(b)(4)-(6) BGG and had no other legally protected interest. The complaint was therefore not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were charged to the complainant.
Art. 81 BGG; standing to appeal against a refusal to open criminal proceedings; a complainant must be personally entitled under Art. 81(1)(b)(4)-(6) BGG or otherwise show a legally protected interest. A mere reporting party or person dissatisfied with a non-opening decision is not entitled to file a complaint in criminal matters. If standing is absent, the Federal Supreme Court may dispose of the matter by non-entry under Art. 108 BGG; costs are allocated to the unsuccessful party under Art. 66(1) BGG.
{T 0/2}
6B_204/2007 /rom
Urteil vom 1. Juni 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur.
Gegenstand
Nichteröffnung einer Strafuntersuchung (falsches Zeugnis),
Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden, Beschwerdekammer, vom 27. April 2007.
Das Präsidium zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer reichte am 26. Oktober 2006 Strafanzeige gegen A.________ wegen falschen Zeugnisses ein. Die Staatsanwaltschaft Graubünden lehnte am 22. März 2007 die Eröffnung einer Strafuntersuchung ab. Die dagegen gerichtete Beschwerde wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 27. April 2007 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer gelangt mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Die Legitimationsvoraussetzungen dazu ergeben sich aus Art. 81 BGG. Da der Beschwerdeführer weder Privatstrafkläger noch Opfer oder Strafantragsteller im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 - 6 BGG ist, und er auch sonst kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat, ist er zur Beschwerde nicht legitimiert. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Präsidium:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden und dem Kantonsgericht von Graubünden, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. Juni 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: