Non-entry for failure to pay advance costs

6B_200/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.06.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal criminal judgment but failed to pay the CHF 2,000 advance on costs despite being granted a grace period under Art. 62 BGG. His request to pay in installments was refused, and his later request for an extension became moot. Because payment was still not made by the deadline, the Federal Supreme Court did not enter into the complaint. The appellant was ordered to pay reduced court costs of CHF 500.

Omnilex-Regeste

Art. 62 BGG; failure to pay advance on costs after expiry of the grace period leads to non-entry; where the advance is not paid within the period fixed under Art. 62 BGG, the Federal Supreme Court must not enter into the complaint. If non-entry results, costs are borne by the complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG; the court may reduce the fee in view of financial hardship pursuant to Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_200/2008/bri

Urteil vom 17. Juni 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus, Burgstrasse 16, 8750 Glarus,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Fahren trotz Führerausweisentzuges,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Glarus vom 3. Dezember 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 19. März 2008 und in Anwendung von Art. 62 BGG aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 18. April 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Dem Ansuchen des Beschwerdeführers, den Kostenvorschuss in Raten zu begleichen, gab das Bundesgericht nicht statt. Mit Verfügung vom 9. April 2008 wurde dem Beschwerdeführer die in Art. 62 Abs. 3 Satz 2 BGG vorgesehene Nachfrist bis zum 30. Mai 2008 angesetzt, um den Kostenvorschuss zu bezahlen, ansonsten das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eintrete. Das am 5. Mai 2008 eingereichte Gesuch des Beschwerdeführers um Fristverlängerung bis zum 20. Mai 2008 wurde mit Blick auf die angesetzte Nachfrist bis zum 30. Mai 2008 als gegenstandslos erklärt. Da der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Juni 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint Hill

Schlagwörter

advance on costsnon-entrycriminal appealcourt costspayment deadline

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal complaint could proceed despite non-payment of the advance costs within the extended deadline.

Extrahierter Entscheid

The court would not enter into the complaint because the advance costs were not paid even after the grace period expired.

Extrahierte Begründung

The appellant was duly ordered to pay an advance on costs, given a statutory grace period, and warned that failure to pay would lead to non-entry. Since payment still did not occur, non-entry followed under the Federal Supreme Court Act.

Kernrechtsfrage

How the court costs should be allocated.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, with the fee reduced in light of his financial situation.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the appellant bore the costs; his economic circumstances justified a reduced court fee.

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