No entry for failure to pay advance costs

6B_179/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung31.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal because the appellant failed to pay the required CHF 2,000 advance on costs even after being granted an extended deadline and warned of non-entry. The second notice was deemed served. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; failure to pay an advance on costs despite a properly served warning and grace period leads to non-entry into the appeal. If the court fixes a deadline for payment and explicitly threatens non-entry, and the advance is not paid within the extended period, the remedy is inadmissible without further examination. The appellant bears the court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_179/2011

Urteil vom 31. Mai 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Fahrlässige grobe Verletzung der Verkehrsregeln und Widerruf,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 17. Januar 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 15. März 2011 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 5. April 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Obwohl er die Verfügung in Empfang genommen hatte, reagierte er nicht. Darauf wurde ihm mit Verfügung vom 14. April 2011 die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis 19. Mai 2011 angesetzt, um den Vorschuss zu bezahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Nachdem er diese Verfügung auf der Post nicht abgeholt hatte, wurde sie ihm noch mit A-Post zugesandt. Sie gilt als zugestellt. Da der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht einging, ist androhungsgemäss auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Mai 2011
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Schlagwörter

advance on costsnon-entryinadmissibilitydeadlineservicecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal must be entered into after non-payment of the advance on costs within the set deadline.

Extrahierter Entscheid

The Court declined to entertain the appeal because the advance costs were not paid within the extended time limit after valid service of the warning.

Extrahierte Begründung

The appellant received the first order, did not react, was granted a statutory grace period with a clear non-entry warning, and the second order was deemed served after postal and A-mail dispatch. As payment still did not arrive, Art. 108 BGG required non-entry.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, the appellant had to bear the costs under Art. 66(1) BGG.

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