Non-entry on appeal for failure to address decisive issue

6B_134/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung05.03.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the complaint against the Zurich cantonal decision concerning a fine for telephone misuse. The cantonal court had refused to hear the appeal because the appellant failed to address the decisive procedural question of her unexcused absence from the scheduled main hearing. Before the Federal Supreme Court she argued only the merits, so the complaint was inadmissible. Court costs of CHF 800 were charged to her.

Regest

Art. 108 BGG; admissibility of a complaint where the appellant fails to contest the decisive ground of the cantonal decision. A federal complaint is inadmissible if it does not engage with the reasoning that is determinative for the challenged decision; submissions addressing only the substantive merits cannot cure this defect. The Federal Supreme Court reviews only the grounds relevant to the non-entry decision below, and merely reiterating the merits is insufficient to establish a legally adequate challenge (consid. 1). Court costs are allocated to the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_134/2008 /hum

Urteil vom 5. März 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stadtrichteramt Zürich, Gotthardstrasse 62, Postfach, 8022 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Gerichtliche Beurteilung, Busse (Missbrauch des Telefons),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 18. Januar 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Im angefochtenen Entscheid wurde auf einen Rekurs der Beschwerdeführerin nicht eingetreten, weil sie sich im Rekurs zur einzig massgebenden Frage, ob sie einer auf den 31. Oktober 2007 angesetzten Hauptverhandlung trotz erhaltener Vorladung unentschuldigt fern geblieben sei, nicht geäussert hatte (angefochtener Beschluss S. 2 Ziff. 3). Vor Bundesgericht kann es deshalb nur um die Frage gehen, ob sich die Beschwerdeführerin im Rekurs zur genannten Frage geäussert hat bzw. ob sie dies hätte tun müssen. Sie nimmt vor Bundesgericht indessen einzig zur Sache selber Stellung. Damit kann sie nicht gehört werden. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. März 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Schlagwörter

inadmissibilitynon-entrycriminal fineprocedural reasoningappeal requirementscourt costs