Standing to appeal in criminal matters denied to injured company

6B_125/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung21.02.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant company, as an injured party invoking only substantive-law violations, lacked standing under Art. 81 BGG to challenge the cantonal non-entry decision in criminal proceedings. The complaint was therefore not entertained under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were charged to the appellant under Art. 66(1) BGG.

Regest

Art. 81 Abs. 1 BGG; standing to appeal in criminal matters; an injured party is not entitled to file a criminal appeal merely by alleging violations of substantive law. Such allegations do not substitute for the special requirements of appeal standing. Where standing is lacking, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint pursuant to Art. 108 BGG. Court costs are imposed on the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_125/2008

Urteil vom 21. Februar 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichteintretensbeschluss (ungetreue Geschäftsbesorgung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 7. Januar 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf eine Strafanzeige we-gen ungetreuer Geschäftsbesorgung nicht eingetreten und ein dagegen gerichteter Rekurs abgewiesen wurden. Wer zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert ist, ergibt sich aus Art. 81 Abs. 1 BGG. Als Geschädigte ist die Beschwerdeführerin, die einzig die Verletzung materiellen Rechts rügt (Art. 9 BV, Art. 17 BankG), zur Beschwerdeerhebung nicht befugt (BGE 133 IV 288). Auf die Beschwerde ist daher im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 21. Februar 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint-Hill

Schlagwörter

standingcriminal appealinadmissibilityinjured partycourt costsnon-entry decision