Complaint inadmissible for insufficient reasoning

6B_1225/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung07.01.2014Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's submission did not address the formal reasons for which the cantonal court had refused to enter into his remedy. Because the complaint failed to meet the reasoning requirements of Art. 42(2) BGG, the Court did not examine the merits or the cantonal alternative reasoning. The complaint was not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, with his financial situation taken into account.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 BGG; inadmissibility for insufficient reasoning: a complaint must engage with the decisive grounds of the challenged decision and, where several independent grounds are given, must attack each of them. If the appellant omits the formal reasons supporting a cantonal non-entry decision, the Federal Supreme Court cannot examine the merits or any alternative reasoning and will not enter into the complaint in summary proceedings under Art. 108 BGG. Costs are governed by Art. 66 Abs. 1 BGG and may be reduced under Art. 65 Abs. 2 BGG in light of the party's financial circumstances.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_1225/2013

Urteil vom 7. Januar 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Kramgasse 20, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verweigerung der bedingten Entlassung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 27. November 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

Die Vorinstanz trat am 27. November 2013 auf ein Rechtsmittel des Beschwerdeführers aus formellen Gründen nicht ein. Zum einen stellte er einen Antrag, der nicht den Streitgegenstand betraf (Beschluss S. 4 E. 3.5). Zum anderen genügte die Begründung des Rechtsmittels den Anforderungen nicht (Beschluss S. 4/5 E. 4).

In seiner Eingabe vor Bundesgericht äussert sich der Beschwerdeführer zu den formellen Gründen nicht, aus denen die Vorinstanz auf sein kantonales Rechtsmittel nicht eintreten konnte. Die Eingabe genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht.

Da der Beschwerde in Bezug auf die Haupterwägungen der Vorinstanz kein Erfolg beschieden ist, kann sich das Bundesgericht mit der zusätzlichen Eventualerwägung 5 und der materiellen Seite des Falles nicht befassen (BGE 133 IV 119 E. 6).

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage (vgl. angefochtenen Beschluss S. 5 E. 5) ist bei der Bemessung der Kosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Januar 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementsnon-entryconditional releasecourt costssummary procedure