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6B_119/2007 ΓÇó No standing to appeal dismissal of fraud case
6B_119/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung04.05.2007Dismissed
The complainant challenged a fraud discontinuance and also attacked the Federal Supreme Court’s general case law. The Criminal Division held that a general critique of jurisprudence cannot be brought outside a concrete case. It further found that the complainant lacked standing under Art. 81(1)(b) nos. 4-6 BGG, as he was neither a private prosecutor, victim, nor complainant with a legally protected interest. The court therefore did not enter into the complaint and charged the complainant with court costs of CHF 800.
Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4-6 BGG; Art. 108 BGG; standing to appeal in criminal matters and summary non-entry procedure: A person who is neither private prosecutor, victim nor criminal complainant, and who lacks a legally protected interest in the annulment or modification of the cantonal decision, has no standing to challenge a discontinuance or the dismissal of a cantonal appeal as untimely. General criticism of the Supreme Court’s jurisprudence is inadmissible outside a concrete proceeding. If standing is absent, non-entry is appropriate under Art. 108 BGG (consid. 2). Costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG.
{T 0/2}
6B_119/2007 /rom
Urteil vom 4. Mai 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau.
Gegenstand
Einstellungsverfügung (Betrug),
Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 20. Februar 2007.
Das Präsidium zieht in Erwägung:
1.
Was der Beschwerdeführer als "Klage gegen das Bundesgericht" bezeichnet, betrifft dessen "seit seiner Gründung" entwickelte Rechtsprechung im Allgemeinen. Kritik an der Rechtsprechung kann jedoch nur im Rahmen eines konkreten Verfahrens geübt werden. Auf die Klage ist nicht einzutreten.
2.
Nachdem der Beschwerdeführer am 11. Juni 2006 eine Person wegen Betrugs angezeigt hatte, stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau das Verfahren am 4. Dezember 2006 ein. Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 20. Februar 2007 nicht ein, weil der Beschwerdeführer das Rechtsmittel verspätet eingereicht hatte. Die "Klage gegen den Kanton Aargau" ist als Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts entgegenzunehmen. Da der Beschwerdeführer jedoch nicht Privatstrafkläger, Opfer oder Strafantragsteller im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 - 6 BGG ist, und er auch sonst kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat, ist er zur Beschwerde nicht legitimiert. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Präsidium:
1.
Auf die Klage und Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Mai 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: