Criminal complaint inadmissible for lack of final cantonal decision

6B_1045/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung08.12.2009Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a penalty order issued by the Dietikon district authority for unlawful dumping of waste. The Federal Supreme Court held that the filing was not admissible as a criminal appeal because the penalty order was not a final cantonal decision; the appellant could still request judicial review within ten days. Any challenge to the later order striking the judicial-review proceedings as closed was likewise inadmissible, because a cantonal recourse to the Zurich Security Directorate was available. The Court did not enter into the appeal and imposed costs of CHF 800 on the appellant.

Regest

Art. 78 ff. et 80 al. 1 LTF; recevabilité du recours pénal: le recours au Tribunal fédéral n’est ouvert qu’à l’encontre d’une décision cantonale finale. Une ordonnance pénale qui laisse subsister la possibilité de requérir la mise au jugement n’a pas ce caractère final. De même, une décision cantonale de classement d’une procédure de mise au jugement n’est pas directement attaquable au Tribunal fédéral lorsqu’un recours cantonal demeure ouvert. Dans une telle hypothèse, il y a non-entrée en matière selon l’art. 108 LTF; les frais sont mis à la charge du recourant (art. 66 al. 1 LTF).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_1045/2009

Urteil vom 8. Dezember 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Statthalteramt Dietikon.

Gegenstand
Widerrechtliches Deponieren von Abfall,

Beschwerde gegen die Strafverfügung des Statthalteramts des Bezirks Dietikon vom 12. August 2009 (ST.2009.2942/MO).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die an die Präsidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts adressierte "Klage gegen die ungerechte Verurteilung" durch die Strafverfügung des Statthalteramtes Dietikon vom 12. August 2009 ist als Beschwerde im Sinne von Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen, weil das Rechtsmittel eine Strafsache betrifft.

Die Beschwerde in Strafsachen ist zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (Art. 80 Abs. 1 BGG). Gemäss Rechtsmittelbelehrung konnte der Beschwerdeführer gegen die Strafverfügung des Statthalteramtes innert zehn Tagen ein Begehren um gerichtliche Beurteilung stellen. Die Strafverfügung ist folglich nicht letztinstanzlich.

Im Übrigen hat das Statthalteramt Dietikon gemäss Erledigungsverfügung vom 12. November 2009 ein Verfahren um gerichtliche Beurteilung als erledigt abgeschrieben, weil der Beschwerdeführer einer Einvernahme unentschuldigt fernblieb (act. 4). Wollte man seine Eingabe ans Bundesgericht als Beschwerde gegen diese Erledigungsverfügung entgegennehmen, wäre darauf ebenfalls nicht einzutreten, weil gemäss Rechtsmittelbelehrung dagegen ein Rekurs an die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich möglich ist.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Statthalteramt des Bezirks Dietikon schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Dezember 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Schlagwörter

inadmissibilityfinal decisioncriminal appealpenalty ordercostsjudicial review