Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

6B_104/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung28.02.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a Zurich cantonal ruling on costs and compensation after a discontinued criminal investigation. The Federal Supreme Court held that the appeal did not contain any proper request on the merits and did not address the contested decision, but merely presented the appellant's own account. Because the submission did not satisfy Art. 42 paras. 1 and 2 BGG, the Court did not enter into the appeal under Art. 108 BGG. Court costs were exceptionally waived.

Regest

Art. 42 paras. 1 and 2 BGG; Art. 108 BGG; admissibility of a Federal Supreme Court appeal. An appeal must contain a clear substantive request and a reasoned critique of the contested decision. A merely narrative submission, or one that seeks only the Court's 'opinion' without stating in what respect the lower-court judgment is to be altered, does not meet the minimum reasoning requirements and is inadmissible. In such a case, the Court may issue a non-entry decision under Art. 108 BGG; costs may exceptionally be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_104/2013

Urteil vom 28. Februar 2013
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Kosten- und Entschädigungsfolgen),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, III. Strafkammer,
vom 27. Dezember 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer ersucht das Bundesgericht um seine "Meinung" zu einem Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 27. Dezember 2012, welcher die Kosten- und Entschädigungsfolgen einer eingestellten Strafuntersuchung betrifft. Der Beschwerdeführer stellt indessen keinen Antrag zur Sache, dem zu entnehmen wäre, inwieweit er den angefochtenen Entscheid geändert haben will. Er bezieht sich in der Begründung nicht auf den angefochtenen Entscheid, sondern schildert die Angelegenheit einfach aus seiner Sicht. Damit genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Februar 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

inadmissibilityreasoned appealnon-entrycourt costscriminal procedurecompensation after dismissal