Late federal criminal complaint; no entry

6B_1034/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung07.12.2009Inadmissible

Zusammenfassung

X.________ challenged a judgment of the Bern Cantonal Court in a criminal traffic-offence matter. The Federal Supreme Court held that the complaint, served on 20 October 2009 and lodged only on 20 November 2009, was filed after expiry of the 30-day deadline under the Federal Tribunal Act. The Court therefore declined to enter into the complaint in summary procedure. Court costs of CHF 800 were charged to the complainant.

Regest

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; timeliness of the federal complaint: the 30-day period begins on the day following service of the complete decision and expires on the corresponding day of the last week, subject to statutory computation rules. A complaint posted after expiry is untimely and leads to non-entry in summary procedure under Art. 108 BGG. Pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG, the costs of the inadmissibility ruling are borne by the losing party.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_1034/2009

Urteil vom 7. Dezember 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, 3001 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Verletzung von Verkehrsregeln,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 14. Oktober 2009.
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Gemäss Empfangsbestätigung wurde der angefochtene Entscheid der Beschwerdeführerin am 20. Oktober 2009 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist begann damit am Mittwoch, den 21. Oktober 2009 zu laufen und endete am Donnerstag, den 19. November 2009. Die am 20. November 2009 der Post übergebene Beschwerde ist damit verspätet. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Dezember 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill

Schlagwörter

time limitinadmissibilitynon-entrycourt coststraffic offence