Non-entry for insufficiently reasoned criminal complaint

6B_1028/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung30.10.2013Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court declared the criminal complaint inadmissible because the filing did not satisfy the statutory duty to reason the challenge against the cantonal decisions; it contained only general accusations and no concrete attack on the reasoning below. As a result, the court did not enter into the merits. The request for legal aid was refused because the complaint had no prospects of success. Court costs of CHF 800 were charged to the complainant, with no reduction granted despite her conduct being considered abusive.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; requirements for the reasoning of a complaint to the Federal Supreme Court: the appellant must, with reference to the contested decision, show specifically which federal law was violated and in what respect. Mere general allegations or blanket criticism of state authorities are insufficient. If the reasoning requirement is not met, the court may decide not to enter into the matter in summary proceedings under Art. 108 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is refused where the appeal is manifestly without prospects of success. Court costs are generally borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG; a reduction is excluded where the litigation conduct is abusive or vexatious.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_1028/2013

Urteil vom 30. Oktober 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (Drohungen, Einschüchterungen, Ehrverletzung, Körperverletzung, Demütigungen etc.),

Beschwerde gegen drei Entscheide des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 11. September 2013 (SW.2013.104, 105 und 106).

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

In einer Beschwerde ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Auffassung der Beschwerdeführerin gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dieser Voraussetzung genügen die vorliegenden Ausführungen nicht, da sie nur allgemeine Vorwürfe gegen staatliche Stellen enthalten. Eine Rückweisung zur Änderung der ungebührlichen Eingabe gemäss Art. 42 Abs. 6 BGG erübrigt sich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Wegen der mutwilligen Art der Prozessführung der Beschwerdeführerin kommt eine Herabsetzung der Gerichtskosten nicht in Betracht.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Oktober 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

non-entryreasoning requirementlegal aidcourt costscriminal complaint