No standing to challenge dismissal of forgery investigation

6B_1013/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung09.01.2009Inadmissible

Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against the cantonal dismissal of a criminal complaint concerning alleged forgery in office. The Court held that he had no standing under Art. 81 BGG: he was neither a private prosecutor nor a victim, and as a merely damaged person he could not appeal. The complaint was therefore not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 1,000 were imposed on X.

Regest

Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 und 5 BGG; standing to appeal in criminal matters; a complainant who is neither private prosecutor nor victim lacks appellate legitimacy against the discontinuance of proceedings. Participation of the public prosecutor in the cantonal proceedings excludes private-prosecutor status. Offences such as forgery do not directly impair bodily or psychological integrity and therefore do not confer victim status. A merely damaged person without victim quality is not entitled to appeal (consid. 1). Costs follow the outcome of a non-entry decision under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_1013/2008/bri

Urteil vom 9. Januar 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Urkundenfälschung),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 29. Oktober 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung im Amt eingestellt und die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete kantonale Beschwerde abgewiesen haben. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist der Beschwerdeführer indessen nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da er durch eine Urkundenfälschung nicht in seiner körperlichen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt wird, ist er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Als Geschädigter, der nicht Opfer ist, ist er zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert (BGE 133 IV 228). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Januar 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Schlagwörter

standingnon-entryforgeryvictim statuscourt costs