Non-entry for failure to pay the advance on costs

6B_1010/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung16.02.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the cantonal decision concerning the non-opening of a criminal investigation for defamation. The Federal Supreme Court had earlier ordered an advance on costs and granted a statutory grace period with a non-entry warning. The appellant did not pay the advance by the deadline. The Court therefore did not enter into the complaint under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant, and no compensation was awarded to the respondents.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG; non-payment of the advance on costs after expiry of the court-set grace period entails non-entry into the appeal. Where the appellant, despite explicit warning, does not pay the advance within the extended deadline, the Federal Supreme Court may decide without further examination in the procedure under Art. 108 BGG. Court costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is awarded absent compensable expenses of the respondents.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_1010/2009

Urteil vom 16. Februar 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. A.________,
  2. B.________,
  3. C.________,
    Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichteröffnung einer Strafuntersuchung (Ehrverletzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 28. Oktober 2009 (NS090039/U).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 25. November 2009 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 16. Dezember 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- einzuzahlen. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2009 teilte er mit, er bezahle dem Staat nichts, "wenn der Staat menschenverachtend mit einer behinderten Person umgeht und Verfügungen ausstellt, die massive Fehler enthalten und nicht der Wahrheit entsprechen". Das Bundesgericht teilte ihm mit Verfügung vom 21. Dezember 2009 mit, die Eingabe vom 7. Dezember 2009 gehe an der Sache vorbei, weshalb am Kostenvorschuss festgehalten werde. Gleichzeitig wurde ihm die in Art. 62 Abs. 3 BGG vorgeschriebene Nachfrist zur Leistung des Vorschusses bis 22. Januar 2010 angesetzt mit der Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2009 teilte der Beschwerdeführer mit, er diskutiere über diese Angelegenheit nicht mehr und ein weiterer Kommentar erübrige sich. In der Folge wurde der Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Beschwerdegegnern muss keine Entschädigung ausgerichtet werden, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatten.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Februar 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Schlagwörter

non-entryadvance on costscriminal complaintdefamationcosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be examined despite non-payment of the advance on costs.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance on costs was not paid within the extended deadline, the Court could not enter into the complaint.

Extrahierte Begründung

The appellant was warned under Art. 62(3) BGG that failure to pay by the deadline would lead to non-entry; the deadline expired unpaid, so non-entry followed under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs and compensation to respondents.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant; no compensation was due to the respondents because they incurred no reimbursable expense before the Federal Supreme Court.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(1) BGG, the losing party bears the costs. No party compensation is awarded absent any work or expense by the respondents.

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