Non-entry for insufficiently reasoned criminal complaint

6B_1006/2010Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung06.12.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The complainant challenged the cantonal court's non-entry decision concerning a criminal complaint against a dentist. Before the Federal Supreme Court, she failed to address the lower court's reasons that the named dentist did not exist and that amalgam fillings are lawful. The Court held that the complaint did not satisfy the reasoning requirement of Art. 42(2) BGG and therefore did not enter into it under Art. 108 BGG. No court costs were levied.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; requirements for the admissibility of a complaint before the Federal Supreme Court. A recourse must, in a reasoned manner, engage with the considerations of the challenged decision and show in what respect the decision is unlawful. If the appellant merely repeats allegations without dealing with the decisive grounds, the complaint is manifestly insufficiently reasoned and the court may decline to enter into it in summary proceedings under Art. 108 BGG. The absence of a cost order lies within the court's discretion.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_1006/2010

Urteil vom 6. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf Strafanzeige,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 22. November 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerdeführerin wirft einem Zahnarzt vor, er habe ihr zwei gesunde Zähne angebohrt und darin ein Amalgamimplantat eingesetzt, was verboten sei. Auf ihre Strafanzeige wurde mit der Begründung nicht eingetreten, dass ein Zahnarzt des von ihr genannten Namens in Zürich nicht existiere und Amalgamfüllungen für Zähne nach wie vor erlaubt seien. Mit diesen Argumenten befasst sich die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht. Auf die Beschwerde, die den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügt, ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Wie die Vorinstanz kann auch das Bundesgericht auf eine Kostenauflage verzichten.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementnon-entrycriminal complaintcourt costs