Speeding 34 km/h on motorway justified license withdrawal

6A.7/2004Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.05.2004Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. challenged a one-month driving license withdrawal after driving 114 km/h in an 80 km/h motorway zone. The Federal Supreme Court held that a 34 km/h speeding on a motorway is, as a matter of settled case law, a traffic hazard qualifying under Art. 16(2) SVG, so the cantonal decision was correct. The court also rejected the constitutional argument, denied free legal aid because the appeal was hopeless, and imposed court costs of CHF 2,000 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 16 Abs. 2 SVG; speeding on a motorway by 34 km/h as traffic hazard warranting license withdrawal. A substantial excess speed on a motorway is, according to settled case law, to be qualified as a traffic danger irrespective of the concrete circumstances and falls under Art. 16 Abs. 2 sentence 1 SVG (consid. 1). A merely lighter infringement is excluded in such cases. A constitutional complaint that attacks only this settled qualification fails. Free legal aid under Art. 152 Abs. 1 OG is denied where the appeal is devoid of prospects of success; the unsuccessful appellant bears the court costs under Art. 156 Abs. 1 OG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6A.7/2004 /pai

Urteil vom 17. Mai 2004
Kassationshof

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Karlen,
Gerichtsschreiber Schönknecht.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, Postfach 1226, 8021 Zürich.

Gegenstand
Entzug des Führerausweises,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 8. Oktober 2003.

Sachverhalt:
A.
X.________ fuhr mit ihrem Personenwagen am 17. November 2002, um 20.43 Uhr, auf der Autobahn A 53, Richtung Wangen, im Bereich der Doppelkurve Hegnau mit einer Geschwindigkeit von 114 km/h (nach Abzug der Toleranzmarge) anstatt der signalisierten 80 km/h.
B.
Mit Verfügung vom 6. Februar 2003 entzog die Direktion für Soziales und Sicherheit des Kantons Zürich, Strassenverkehrsamt, X.________ den Führerausweis für die Dauer von einem Monat. Am 4. Juni 2003 wurde ein dagegen erhobener Rekurs vom Regierungsrat des Kantons Zürich abgewiesen. Die von X.________ alsdann ergriffene Verwaltungsbeschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich am 8. Oktober 2003 ab.
C.
X.________ erhebt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt sinngemäss, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, und es sei von einem Führerausweisentzug abzusehen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich beantragt die Abweisung der Beschwerde und verzichtet im Übrigen auf eine Vernehmlassung. Eine Stellungnahme des Bundesamts für Strassen wurde nicht eingeholt.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Vorinstanz hat die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Führerausweisentzug bei Geschwindigkeitsüberschreitungen in ihrem Entscheid ausführlich dargelegt und die massgebenden Bestimmungen korrekt auf den vorliegenden Sachverhalt angewendet. So hat sie zutreffend festgehalten, dass eine Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit um 34 km/h auf Autobahnen ungeachtet der konkreten Umstände als Verkehrsgefährdung zu betrachten und unter Art. 16 Abs. 2 Satz 1 SVG zu subsumieren ist (BGE 123 II 106 E. 2c i.f., bestätigt in BGE 128 II 131 E. 2a). Die Einwände der Beschwerdeführerin, es liege lediglich ein leichter Verstoss gegen die Verkehrsregeln vor und der angefochtene Entscheid sei widersprüchlich, erweisen sich damit als nicht stichhaltig. Unbegründet ist ihre Beschwerde auch insoweit, als sie eine Verletzung von Art. 10 BV geltend macht. Auf die schlüssigen Erwägungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (vgl. Art. 36a Abs. 3 OG).
2.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit abzuweisen.
Die Beschwerdeführerin beantragt die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. Ihr Gesuch ist abzuweisen, da die Beschwerde aussichtslos war (vgl. Art. 152 Abs. 1 OG). Damit wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (vgl. Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sowie dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Mai 2004
Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

driving license withdrawalspeedingmotorway traffictraffic dangerlegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the 34 km/h speeding on a motorway required withdrawal of the driving license under Art. 16(2) SVG.

Extrahierter Entscheid

Yes. A 34 km/h excess on a motorway is, regardless of the circumstances, a traffic hazard and falls under Art. 16(2) sentence 1 SVG.

Extrahierte Begründung

The court relied on settled precedent and held that the cantonal court correctly applied federal law; the conduct was not merely a minor violation and the appellant's contrary view was unfounded.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant's constitutional complaint based on Art. 10 BV justified overturning the judgment.

Extrahierter Entscheid

No. The constitutional argument was rejected as unpersuasive.

Extrahierte Begründung

The court referred to the cogent reasoning of the lower judgment and found no violation.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Extrahierter Entscheid

No. Legal aid was refused because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 152(1) OG, hopeless proceedings do not justify free legal aid.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must pay the court fee of CHF 2,000.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was unsuccessful, costs were imposed on the appellant under Art. 156(1) OG.

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