Constitutional complaint struck out as moot; legal aid denied

5P.47/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung30.10.2007Dismissed

Zusammenfassung

The husband filed a constitutional complaint against a Zurich Higher Court maintenance order, but the cantonal cassation court later set that order aside. The Federal Supreme Court therefore held the federal proceeding moot and struck the complaint from the docket. It also refused legal aid because the complaint had been directed against a non-final cantonal decision and thus appeared inadmissible. Applying the cited cost practice, the court charged the appellant with CHF 300 in court fees. No compensation was awarded to the wife because she had not been invited to comment.

Regest

Art. 32 Abs. 2 BGG; Art. 132 BGG; mootness of a federal complaint after annulment of the challenged decision by a cantonal authority; the proceeding is to be struck out by the division president as single judge. Art. 152 Abs. 1 OG: legal aid is refused where the remedy is prima facie inadmissible, in particular when directed against a non-final cantonal decision. Costs follow the party who caused the federal proceeding when a parallel cantonal remedy succeeds and renders the federal case moot (Art. 156 Abs. 6 OG). No party compensation is due absent invited observations and recoverable expenses.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5P.47/2007 /bnm

Verfügung vom 30. Oktober 2007
Präsident der
II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________ (Ehemann),
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Lätsch,

gegen

Y.________ (Ehefrau),
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Ursula Graf,
Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand
Art. 9 BV (Eheschutz),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 22. Dezember 2006.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die staatsrechtliche Beschwerde vom 5. Februar 2007 gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 22. Dezember 2006 bezüglich der Unterhaltsverpflichtung des Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2007,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,
in den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 17. August 2007, welcher den obergerichtlichen Beschluss aufhob,

in Erwägung,
dass mit der Aufhebung des Beschlusses des Obergerichts des Kantons Zürich vom 22. Dezember 2006 durch den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 17. August 2007 das vorliegende Beschwerdeverfahren gegenstandslos wird,
dass das Urteil, welches zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Beschwerdeverfahrens führt, nach dem 1. Januar 2007 ergangen ist, so dass das Bundesgerichtgesetz (BGG) zwar bezüglich der Zuständigkeit, nicht aber bezüglich des Verfahrens zur Anwendung gelangt, zumal der angefochtene Beschluss des Obergerichts vor dem 1. Januar 2007 ergangen ist (Art. 132 BGG),
dass das gegenstandslos gewordene Verfahren in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 BGG durch den Präsidenten der Abteilung als Einzelrichter abzuschreiben ist,
dass der Beschwerdeführer darum ersucht, die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen,
dass nach der Rechtsprechung der Beschwerdeführer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen hat, wenn einem gleichzeitig eingereichten kantonalen Rechtsmittel Erfolg beschieden ist und das bundesgerichtliche Verfahren damit gegenstandslos wird, zumal er die entsprechenden Kosten verursacht hat (Art. 156 Abs. 6 OG; Messmer/ Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 36 f. und Fn. 24 mit Hinweisen),
dass der Beschwerdeführer die staatsrechtliche Beschwerde gegen einen kantonal nicht letztinstanzlichen Entscheid ergriffen hat (Art. 86 Abs. 1 OG), so dass das Rechtsmittel von vornherein unzulässig erschien und dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege somit nicht entsprochen werden kann (Art. 152 Abs. 1 OG),
dass der Beschwerdegegnerin keine Entschädigung geschuldet ist, da sie nicht zur Vernehmlassung angehalten worden ist und ihr damit aus dem bundesgerichtlichen Verfahren keine Kosten entstanden sind,

verfügt:
1.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben.
2.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. Oktober 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

mootnesslegal aidcourt costsinadmissibilitynon-final decisionconstitutional complaint