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5F_18/2013 ΓÇó Revision for omitted ruling on legal aid counsel
5F_18/2013Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung25.09.2013Granted
The Federal Supreme Court treated counsel’s letter of 6 September 2013 as a revision request under Art. 121 lit. c BGG because the earlier judgment of 6 August 2013 had omitted any ruling on the pending request for free legal representation. It held that the request was not moot insofar as counsel’s compensation was concerned and that the requirements of Art. 64 Abs. 1 BGG were met in the earlier proceedings. The court therefore granted revision, supplemented the prior judgment by appointing Ruadi Thöni as free counsel for X., and awarded him CHF 750 for the prior case and CHF 250 for the revision proceedings.
Art. 121 lit. c BGG; omitted ruling in a federal judgment and revision; Art. 64 Abs. 1 BGG. A revision ground exists where the Federal Supreme Court inadvertently fails to decide on a submitted request that was not rendered moot by the outcome of the case. If the request for free legal representation remains relevant at least with respect to counsel’s remuneration, the omission constitutes a revisionable oversight. Upon admission of revision, the judgment is to be supplemented and the conditions for free legal counsel examined anew; if satisfied, counsel is to be appointed and compensated from the federal court funds. The amount of compensation may be adjusted upward where the submission reflects particular communication difficulties (consid. 1-3).
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5F_18/2013
Urteil vom 25. September 2013
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Bundesrichterin Hohl, Bundesrichter Schöbi,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Ruadi Thöni,
Gesuchstellerin,
gegen
Y.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Giusto,
Gesuchsgegner
Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
Migrationsamt des Kantons Zürich,
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Z.________,
Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich (Gemeindeamt des Kantons Zürich).
Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils 5A_473/2013 vom 6. August 2013.
Nach Einsicht
in das Schreiben von Rechtsanwalt Ruadi Thönen vom 6. September 2013, wonach sein im Verfahren 5A_473/2013 mit Eingabe vom 10. Juli 2013 gestelltes Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung seiner Mandantin X.________ im bundesgerichtlichen Urteil vom 6. August 2013 allenfalls irrtümlich nicht beantwortet worden sei,
in das Präsidialschreiben vom 10. September 2013, ob die Eingabe als Revisionsgesuch entgegenzunehmen sei,
in das Schreiben von Rechtsanwalt Ruadi Thöni vom 12. September 2013, wonach seine Eingabe als Revisionsgesuch im Sinn von Art. 121 lit. c BGG entgegenzunehmen sei,
in Erwägung,
dass Rechtsanwalt Ruadi Thöni im Verfahren 5A_473/2013 im Rahmen seiner Stellungnahme zur aufschiebenden Wirkung ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt hat,
dass die Kosten des Verfahrens betreffend aufschiebende Wirkung in der Präsidialverfügung vom 12. Juli 2013 zur Hauptsache geschlagen wurden,
dass in der Hauptsache mit Urteil vom 6. August 2013 entschieden wurde,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege von X.________ angesichts des Verfahrensausganges mit Bezug auf die Gerichtskosten gegenstandslos war, nicht jedoch mit Bezug auf die anwaltliche Verbeiständung und dass hierüber irrtümlich nicht entschieden wurde,
dass damit der Revisionsgrund von Art. 121 lit. c BGG vorliegt,
dass die Voraussetzungen für die unentgeltliche Verbeiständung von X.________ im Verfahren 5A_473/2013 gegeben waren (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass sie deshalb in Gutheissung des Revisionsbegehrens und in Ergänzung des Urteils vom 6. August 2013 für das Verfahren 5A_473/2013 durch Rechtsanwalt Ruadi Thöni zu verbeiständen ist,
dass dieser für seine Stellungnahme vom 10. Juli 2013 aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen ist, wobei die übliche Entschädigung angesichts der im Gesuch vom 6. September 2013 erwähnten sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten zu erhöhen ist,
dass Rechtsanwalt Ruadi Thöni ferner für die beiden Schreiben im Zusammenhang mit dem vorliegenden Revisionsbegehren zu entschädigen ist,
Das Schreiben von Rechtsanwalt Ruadi Thöni vom 6. September 2013 wird als Revisionsgesuch entgegengenommen.
In Gutheissung des Revisionsbegehrens und in Ergänzung des am 6. August 2013 gefällten Urteils wird X.________ im Verfahren 5A_473/2013 durch Rechtsanwalt Ruadi Thöni unentgeltlich verbeiständet.
Rechtsanwalt Ruadi Thöni wird für das Verfahren 5A_473/2013 mit Fr. 750.-- entschädigt.
Rechtsanwalt Ruadi Thöni wird für das vorliegende Revisionsverfahren mit Fr. 250.-- entschädigt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zürich, dem Migrationsamt des Kantons Zürich, der KESB Bezirk Z.________ und dem Gemeindeamt des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. September 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: von Werdt
Der Gerichtsschreiber: Möckli