Non-entry on constitutional complaint against rejection recusal decision

5D_82/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung15.07.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The complainant challenged a cantonal decision refusing to enter into a recusal request in a debt-enforcement summary proceeding. The Federal Supreme Court held that the constitutional complaint was inadmissible because it did not engage with the cantonal reasoning and failed to state constitutionally relevant grounds with sufficient precision. The court therefore declined to consider the complaint and ordered the complainant to pay CHF 700 in court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 113 i.V.m. Art. 116 BV; Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of constitutional complaint and grievance principle. A constitutional complaint is limited to the invocation of constitutional rights. The appellant must set out, in the complaint itself, in a precise and reasoned manner, which constitutional rights were violated and why; mere appellatory criticism or a reference to other submissions is insufficient. If the complaint does not engage with the reasoning of the challenged decision and fails to substantiate a constitutional violation, the Federal Supreme Court does not enter into the matter (consid. 2-3). Costs are borne by the unsuccessful party (consid. 4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_82/2008/bnm

Urteil vom 15. Juli 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, Verwaltungskommission, Hirschengraben 15, 8001 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Ablehnung (Rechtsöffnung),

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 14. April 2008.

Erwägungen:

1.
In dem beim Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirkes Meilen hängigen Rechtsöffnungsverfahren beantragte der Beschwerdeführer bei der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Ablehnung des mit der Sache befassten ausserordentlichen Ersatzrichters. Die Verwaltungskommission trat mit Beschluss vom 14. April 2008 auf das Ablehnungsbegehren nicht ein mit der Begründung, nachdem der Einzelrichter in der Sache bereits entschieden habe, sei über die geltend gemachten Ablehnungsgründe im Rechtsmittelverfahren gegen den Sachentscheid zu befinden.

Der Beschwerdeführer gelangt mit Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht und beantragt sinngemäss die Aufhebung des Beschlusses der Verwaltungskommission sowie die Gutheissung seines Ablehnungsbegehrens. Am 13. Juni 2008 hat er seine Beschwerde ergänzt.

2.
Mit der Verfassungsbeschwerde kann einzig eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 113 i.V.m. Art. 116 BV). Es gilt das sogenannte Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerdeschrift darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (vgl. die Rechtsprechung zur staatsrechtlichen Beschwerde, statt vieler BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201). Wie unter der Herrschaft des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) müssen die erhobenen Rügen zudem in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein; der blosse Verweis auf Ausführungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus (BGE 133 II 396 E. 3.1).

3.
Der Beschwerdeführer geht auf die Begründung des angefochtenen Entscheides nicht ein und zeigt nicht in Auseinandersetzung mit ihr auf, inwiefern der angefochtene Entscheid Verfassungsrecht verletzt. Auf die offensichtlich unzulässige Verfassungsbeschwerde ist daher in Anwendung von Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit b BGG nicht einzutreten.

4.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Juli 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Escher Zbinden

Schlagwörter

constitutional complaintadmissibilityrecusalgrievance principlenon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible

Extrahierter Entscheid

The complaint did not engage with the reasoning of the challenged decision and did not show, in a constitutionally adequate manner, which rights were violated.

Extrahierte Begründung

Under the constitutional complaint regime, only violations of constitutional rights may be raised, and the grievance principle requires specific, substantiated arguments in the complaint itself. Because the appellant offered only conclusory criticism and did not address the cantonal reasoning, the complaint was manifestly inadmissible.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the complainant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, costs followed the losing party.

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