Non-entry for failure to pay advance on subsidiary constitutional complaint

5D_72/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung19.06.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against an Obergericht of Bern decision in a definitive debt enforcement matter. The appellant had been ordered to pay a CHF 500 advance and was warned that failure to comply would lead to non-entry. He neither paid the amount within the non-extendable deadline nor provided the required proof of timely crediting. The Court therefore did not enter into the complaint and ordered the appellant to pay CHF 250 in costs.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 66 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. a, Art. 117 BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde: non-entry for failure to pay the advance within the non-extendable grace period. Where the appellant, despite express warning, neither pays the required advance in cash nor timely credits it to the designated account and also fails to furnish the prescribed debit confirmation, the appeal is inadmissible and must be disposed of by non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG in conjunction with Art. 117 BGG. Costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_72/2008/don

Urteil vom 19. Juni 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kasse Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 25. April 2008 des Obergerichts des Kantons Bern (Appellationshof, 2. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 25. April 2008 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde abweisender) Verfügung vom 22. Mai 2008 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 15. Mai 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 29. Mai 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 250.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Juni 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

advance paymentnon-entrysubsidiary constitutional complaintcourt costsdeadlinelegal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible despite non-payment of the court advance within the set deadline.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not entered into because the advance was neither paid in cash nor validly credited by the deadline, and proof of timely payment was not produced.

Extrahierte Begründung

After the advance-payment order and the non-extendable grace period under Art. 62(3) BGG, the appellant did not comply with the payment requirements or the required proof of transfer. Non-entry followed under the statutory warning.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The appellant was ordered to pay court costs of CHF 250.

Extrahierte Begründung

Because the complaint was not admitted, costs were imposed on the appellant pursuant to the BGG cost rules.

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