Failure to pay advance costs leads to non-entry in constitutional complaint

5D_62/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung13.07.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dealt with a constitutional complaint against a Zurich appellate decision in a debt-enforcement matter. After the complainant failed to pay the required CHF 300 advance within the non-extendable grace period and did not provide the necessary proof of timely payment, the Court held that the complaint could not be examined and issued a non-entry decision. It also imposed the court fee on the complainant. The request to join the case with another pending proceeding became moot because that other case had already been closed.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG; Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance on costs within the non-extendable grace period leads to non-entry on a constitutional complaint. Where the advance is neither paid in cash nor duly credited under the statutory payment modalities, the sanction of non-entry applies after prior warning. If the complaint also fails to meet the constitutional pleading requirements, the court may note in addition that it would not have entered into the matter even had the advance been paid. A joinder request becomes moot once the related proceeding has already been concluded.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_62/2007/bnm

Urteil vom 13. Juli 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Zürich, vertreten durch das Obergericht des Kantons Zürich, Zentrales Inkasso, Thurgauerstrasse 56, Postfach, 8023 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-
Erledigungsbeschluss vom 7. Mai 2007 des Obergerichts des Kantons Zürich (III. Zivilkammer).

Der Präsident hat nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 7. Mai 2007 des Obergerichts des Kantons Zürich,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 28. Juni 2007 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 14. Juni 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 300.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 3 Tagen seit der am 30. Juni 2007 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) sowie darauf hingewiesen wird, dass auf die (den Begründungsanforderungen der Art. 116 und 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht genügende) Verfassungsbeschwerde auch bei rechtzeitiger Vorschusszahlung nicht eingetreten worden wäre,
dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch des Beschwerdeführers um Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit dem (andere Parteien betreffenden und bereits mit Verfügung vom 13. Juni 2007 abgeschlossenen) Verfahren 5D_56/2007 gegenstandslos wird,

erkannt:
1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Juli 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

constitutional complaintadvance costsnon-entrydeadlinejoindercourt fee

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was admissible despite non-payment of the advance on costs within the set deadline.

Extrahierter Entscheid

No. Because the complainant did not pay or duly prove timely payment of the advance within the non-extendable grace period, the Court would not enter into the complaint.

Extrahierte Begründung

After prior warning under Art. 62(3) BGG, the complainant neither paid cash, nor deposited the advance at a post office counter, nor produced the required debit confirmation for a payment order. Under Art. 62(3) BGG, in conjunction with Art. 117 and Art. 108(1)(a) BGG, this required non-entry.

Kernrechtsfrage

Whether the request to join this case with procedure 5D_56/2007 remained relevant.

Extrahierter Entscheid

No. The request became moot because the other procedure had already been closed by order dated 13 June 2007.

Extrahierte Begründung

The decision on the complaint rendered the joinder request without object.

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