Non-entry due to unpaid cost advance in constitutional complaint

5D_60/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung30.06.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the subsidiary constitutional complaint because the appellant failed to pay the required advance on costs within the non-extendable deadline and did not provide the necessary proof of timely payment. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300. The decision also warned that further abusive submissions in the matter would be filed without response.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the cost advance within the non-extendable grace period leads to non-entry. If the appellant neither pays the advance in cash nor proves timely debit of a Swiss postal or bank account in favour of the Federal Court within the prescribed period, the complaint is inadmissible. Where the procedural conduct is abusive, non-entry may additionally be based on Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG. Court costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_60/2008/don

Urteil vom 30. Juni 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch die Steuerverwaltung der Stadt Bern.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 27. Februar 2008 des Obergerichts des Kantons Bern (Appellationshof, 2. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 27. Februar 2008 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 26. Mai 2008 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit abweisender, nach Art. 44 Abs. 2 BGG zufolge Nichtabholens bei der Post als zugestellt geltender Armenrechtsverfügung vom 28. April 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 9. Juni 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist, der (einmal mehr missbräuchlich prozessierende: Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG) Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und darauf hingewiesen wird, dass in dieser Sache allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abgelegt würden,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. Juni 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

non-entrycost advanceconstitutional complaintprocedural defaultcourt costsdebt enforcement

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was admissible despite non-payment of the court cost advance within the extended deadline.

Extrahierter Entscheid

No; the complaint could not be entered because the cost advance was not paid or duly proved within the non-extendable deadline.

Extrahierte Begründung

After the appellant was warned under Art. 62(3) BGG, he neither paid the advance in cash nor deposited it at a post office for the court, nor submitted the required payment confirmation for a transfer order. The court therefore had to refuse entry under the cited procedural provisions.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs after non-entry.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the unsuccessful party in the non-entry decision, the appellant had to bear the costs under Art. 66(1) BGG.

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