Non-payment of advance costs led to non-entry on constitutional complaint

5D_26/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung28.04.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ GmbH filed a constitutional complaint against a Solothurn Obergericht order in a legal-opening matter. The Federal Supreme Court had already ordered an advance on costs and granted a non-extendable grace period after a reminder. Because the complainant neither paid the advance nor proved timely payment by account debit, the Court refused to enter into the complaint. Court costs of CHF 500 were imposed on the complainant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 66 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. a and Art. 117 BGG; constitutional complaint; failure to pay advance costs. Where the appellant, after a reminder and grant of a non-extendable grace period, neither pays the required advance costs in due form nor furnishes the prescribed proof of timely payment by debit order, the remedy is not entered into. The sanction applies without further examination of the merits; the unsuccessful party bears the court costs. The non-entry decision may be issued under the summary procedure of Art. 108(1)(a) BGG in conjunction with Art. 117 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_26/2009

Urteil vom 28. April 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Harder.

Gegenstand
Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 9. Januar 2009 des Obergerichts des Kantons Solothurn (Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 9. Januar 2009 des Obergerichts des Kantons Solothurn,

in Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 16. März 2009 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihr mit - zufolge Nichtabholens bei der Post als gemäss Art. 44 Abs. 2 BGG am 6. März 2009 zugestellt geltender - Verfügung vom 23. Februar 2009 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 24. März 2009 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihr obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. April 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance costsnon-entryconstitutional complaintcourt costspayment deadline

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was admissible despite the complainant's failure to pay the required advance costs within the extended deadline.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not entered into because the advance costs were not paid or duly evidenced within the non-extendable deadline.

Extrahierte Begründung

After a reminder under Art. 62(3) BGG, the complainant neither paid the advance in cash nor at a post office for the Federal Supreme Court nor produced the required payment confirmation. Non-compliance justified non-entry under the cited provisions.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs for the non-entry decision.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the complainant.

Extrahierte Begründung

As the unsuccessful party in the non-entry procedure, the complainant bore the costs under Art. 66(1) BGG.

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