Non-payment of advance costs led to non-entry

5D_190/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung02.03.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the constitutional complaint because the complainant failed to pay the requested advance costs within the non-extendable grace period and did not provide the required proof of timely payment. A prior request for an additional extension and a stay of proceedings had already been rejected. The complainant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 66 Abs. 1, Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance costs within the non-extendable grace period despite warning leads to non-entry on the constitutional complaint. Where the party neither pays in cash nor through the prescribed postal or bank transfer method and also fails to submit the required debit confirmation within the deadline, the appeal is inadmissible. In such a case the party bears the costs of the federal proceedings (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_190/2008/bnm

Urteil vom 2. März 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Inge Rötlich,

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 3. November 2008 des Obergerichts des Kantons Thurgau.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 3. November 2008 des Obergerichts des Kantons Thurgau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 28. Januar 2009 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 30. Dezember 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 15 Tagen seit der am 4. Februar 2009 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer Gesuche um nochmalige Vorschussfristverlängerung und um Verfahrenssistierung eingereicht hat (Postaufgabe: 14. Februar 2009, Eingang beim Bundesgericht: 17. Februar 2009), die jedoch mit (an der Adresse des Beschwerdeführers am 18. Februar 2009 entgegengenommener) Präsidialverfügung vom 17. Februar 2009 abgewiesen worden sind,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der (ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichneten) Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. März 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance costsnon-entryconstitutional complaintdeadlinecourt costsdebt enforcement

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was admissible despite non-payment of the court advance within the set deadline.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not admitted because the advance costs were neither paid in cash nor properly transferred and no timely debit confirmation was provided.

Extrahierte Begründung

After a warning under Art. 62(3) BGG, the complainant did not comply with the non-extendable grace period; under Art. 117 in conjunction with Art. 108(1)(a) BGG, non-entry followed by warning.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs after non-entry.

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the complainant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the complainant became liable for costs under Art. 66(1) BGG.

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