Non-entry on inadequate constitutional complaint in provisional debt enforcement

5D_170/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung20.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against the Solothurn High Court's confirmation of provisional debt enforcement for CHF 2,148. It held that the submission did not engage with the decisive cantonal reasoning and did not articulate any constitutional violation with the specificity required by the Federal Supreme Court Act. The court therefore declined to enter into the complaint. The appellant, as the losing party, was ordered to pay court costs of CHF 400.

Omnilex-Regeste

Art. 113 ff., 116, 117 and 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint; requirements of reasoning. In a subsidiary constitutional complaint, the appellant must, with reference to the reasoning of the cantonal decision, clearly and specifically allege and substantiate the violation of constitutional rights; a merely appellatory or non-specific submission is insufficient. If the complaint fails to satisfy these strict substantiation requirements, the Federal Supreme Court does not enter into the matter in summary proceedings. Court costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_170/2011

Urteil vom 20. September 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Z.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Provisorische Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn (Zivilkammer) vom 9. September 2011.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 9. September 2011 des Obergerichts des Kantons Solothurn, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 2'148.-- (nebst Kosten) abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht erwog, die Betreibungsforderung beruhe auf einem Konkursverlustschein über Fr. 2'148.-- mit dem Vermerk, die Forderung sei vom Beschwerdeführer anerkannt, dieser Konkursverlustschein gelte gemäss Art. 265 Abs. 1 SchKG als Schuldanerkennung und damit als provisorischer Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 SchKG, die vom Beschwerdeführer behauptete Abzahlung betreffe nicht das Verhältnis zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdegegnerin sei kraft Universalsukzession (anstelle der ursprünglichen Gläubigerin) Gläubigerin geworden,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er ebenso wenig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert anhand der entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 9. September 2011 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. September 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementprovisional debt enforcementcourt costssummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible despite lacking constitutional reasoning.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not sufficiently reasoned because it did not address the decisive cantonal reasoning or allege specific violations of constitutional rights.

Extrahierte Begründung

In a subsidiary constitutional complaint, the appellant must clearly and specifically show, based on the cantonal decision, which constitutional rights were violated and how. The filing did not meet this standard, so the court could not examine the merits.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs for the unsuccessful constitutional complaint.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant as the losing party.

Extrahierte Begründung

Under the federal rules on costs, the unsuccessful party bears the costs.

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