Non-entry for failure to pay advance; reconsideration denied

5D_17/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung10.05.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The President of the Federal Supreme Court’s II Civil Law Division dealt with a constitutional complaint against a cantonal decision on debt enforcement. The appellant had been ordered to pay a CHF 2,000 advance and, after missing the deadline, filed another submission seeking reconsideration of the earlier denial of legal aid. The court held that the request disclosed no reason to revisit that refusal and denied it. Because the advance was still not paid and the required proof of payment was not furnished, the court refused to enter into the complaint and imposed costs of CHF 500 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 64 Abs. 1, Art. 62 Abs. 3, Art. 108 Abs. 1 lit. a and Art. 66 Abs. 1 BGG; non-payment of the advance and reconsideration of a prior legal-aid refusal. A motion for reconsideration of an order denying legal aid is admissible only if it identifies grounds capable of calling that order into question; mere repetition of the earlier position or reliance on a hoped-for future improvement in finances is insufficient, particularly where the underlying proceeding is urgent. If the appellant fails, despite warning and non-extendable grace period, to pay the advance or to furnish the required proof of timely payment, the complaint is not entered into and the appellant bears the costs.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_17/2007/bnm

Verfügung vom 10. Mai 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Advokat Dr. Ernst Küng,
Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer), Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau.

Gegenstand
Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Ober-
gerichts des Kantons Aargau vom 26. Februar 2007.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 26. Februar 2007 des Obergerichts des Kantons Aargau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer (nach sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender Verfügung vom 30. März 2007, Art. 64 Abs. 1 BGG) mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 3. April 2007 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 27. März 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 5 Tagen seit der am 4. April 2007 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innert der Nachfrist eine weitere Eingabe eingereicht hat, worin er sinngemäss um Wiedererwägung der (sein sinngemässes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abweisenden) Verfügung vom 30. März 2007 ersucht,
dass dieses Gesuch - ungeachtet der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers - abzuweisen ist, weil dieser nichts vorbringt, was die Richtigkeit der Verfügung vom 30. März 2007, auf die verwiesen wird, in Frage zu stellen vermöchte, zumal das Bundesgericht das sinngemässe Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege (entgegen dessen Vermutung) durchaus behandelt hat und in Anbetracht der Dringlichkeit von Rechtsöffnungsverfahren das Abwarten einer allfälligen künftigen Verbesserung der finanziellen Situation des Beschwerdeführers ausser Frage steht,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss (unter Berücksichtigung des Friststillstandes nach Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG) auch innerhalb der nicht erstreckbaren Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

verfügt:
1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.
2.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer) schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Mai 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

legal aidadvance paymentnon-entryreconsiderationdebt enforcementcosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request to reconsider the refusal of legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

The reconsideration request was rejected because the appellant raised nothing capable of casting doubt on the prior refusal of legal aid.

Extrahierte Begründung

The court referred to its earlier order and noted that the appellant had not shown any ground to question it; the hoped-for future improvement in finances was irrelevant in view of the urgency of debt-enforcement proceedings.

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint could be entered into despite non-payment of the advance

Extrahierter Entscheid

No entry was made because the appellant did not pay the advance in cash, did not deposit it at a post office, and did not provide the required debit confirmation within the non-extendable deadline.

Extrahierte Begründung

After a formal warning under Art. 62(3) BGG, the appellant remained in default even after taking account of the statutory stay period; therefore non-entry followed under Art. 108(1)(a) BGG.

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