Non-entry on constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_163/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung04.12.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the subsidiary constitutional complaint against the Aargau High Court’s refusal of free legal aid in a definitive debt-enforcement matter. It held that the complaint failed to satisfy the strict reasoning requirements: the complainant did not sufficiently address the cantonal court’s decisive consideration that his position was hopeless because the enforcement claim was based on a final judgment and no admissible objections under debt-enforcement law were raised. The complainant was ordered to pay CHF 300 in court costs.

Regest

Art. 116, 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint—requirements of substantiation. In the subsidiary constitutional complaint, the appellant must, by reference to the reasoning of the cantonal decision, clearly and specifically demonstrate which constitutional rights were violated and in what respect; mere criticism or a renewed presentation of the case is insufficient. If the pleading does not meet this qualified reasoning requirement, the Federal Supreme Court will not enter into the complaint in simplified proceedings (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_163/2008/don

Urteil vom 4. Dezember 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht, 4. Kammer).

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (definitive Rechtsöffnung),

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 17. September 2008 des Obergerichts des Kantons Aargau.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 17. September 2008 des Aargauer Obergerichts, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (in einem Verfahren betreffend die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Kanton Aargau für 744 Franken Verfahrenskosten) abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid erwog, der erstinstanzliche Richter habe zu Recht den Rechtsstandpunkt des Beschwerdeführers als aussichtslos qualifiziert, weil die Rechtsöffnungsforderung auf einem rechtskräftigen Urteil des Obergerichts beruhe und der Beschwerdeführer keine zulässigen Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich mit den entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 17. September 2008 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Dezember 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

free legal aidconstitutional complaintinadmissibilitysubstantiation requirementdebt enforcementcourt costs