Non-entry for failure to pay advance costs

5D_162/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung11.01.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the constitutional complaint because the complainant failed to pay the required advance costs within the non-extendable grace period and also failed to provide proof of timely debit. The court applied the announced non-entry consequence and ordered the complainant to pay court costs of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 108 Abs. 1 lit. a and Art. 117 BGG; non-payment of advance costs despite a non-extendable grace period: if the appellant neither pays the required advance costs within the prescribed period nor furnishes the required proof of timely debit in the event of payment order by post or bank, the appeal is not entered into. The non-entry follows peremptorily once the consequence has been threatened and the default persists; the appeal proceedings are then terminated in summary procedure. Court costs are borne by the defaulting party under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_162/2009

Urteil vom 11. Januar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kreisamt Surses, Tga Cirquitala
7460 Savognin,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 24. September 2009 des Kantonsgerichts von Graubünden.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 24. September 2009 des Kantonsgerichts von Graubünden,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein Gesuch um Wiedererwägung der Armenrechtsverfügung vom 6. November 2009 abweisender) Verfügung vom 25. November 2009 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit der Verfügung vom 6. November 2009 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der (wegen Nichtabholens bei der Post: Art. 44 Abs. 2 BGG) als am 3. Dezember 2009 erfolgt geltenden Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Januar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance costsnon-entryconstitutional complaintgrace periodcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint could be entered into despite non-payment of the court advance.

Extrahierter Entscheid

No. The complaint was not entered into because the advance costs were neither paid in cash nor duly evidenced as paid within the deadline.

Extrahierte Begründung

After a final non-extendable grace period under Art. 62(3) BGG, the complainant remained in default. Under Art. 117 BGG in conjunction with Art. 108(1)(a) BGG, non-entry followed as announced.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

The complainant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the non-entered party caused the proceedings to fail by not complying with the advance-cost order, costs were imposed on him under Art. 66(1) BGG.

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