Constitutional complaint inadmissible for failure to pay advance costs

5D_133/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung17.11.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Swiss Federal Supreme Court did not enter into a constitutional complaint because the appellant failed to pay the CHF 1,000 advance costs within the non-extendable deadline and did not provide the required proof of timely payment. The court applied the announced consequence of non-entry and ordered the appellant to pay court costs of CHF 400. The decision was notified to the appellant and the Aargau Higher Court.

Regest

Art. 62 Abs. 3, Art. 108 Abs. 1 lit. a and Art. 117 BGG; non-payment of advance costs in constitutional complaint proceedings. Where the appellant is duly warned and granted a non-extendable grace period for payment of the advance costs, failure to pay the amount in cash or by timely debit to a Swiss postal or bank account, combined with failure to file the prescribed proof of payment within the deadline, entails non-entry. The sanction applies automatically once the statutory and judicial prerequisites are met; the court need not examine the merits (consid. 1). Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_133/2008/don

Urteil vom 17. November 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren (definitive Rechtsöffnung),

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer) vom 25. August 2008.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 25. August 2008 des Obergerichts des Kantons Aargau,

in Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin mit (ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abweisender) Verfügung vom 16. Oktober 2008 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihr mit Verfügung vom 30. September 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 28. Oktober 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihr obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. November 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

advance costsconstitutional complaintnon-entrydeadlinecourt costs