Constitutional complaint inadmissible against non-final cantonal order

5D_12/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung26.01.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the subsidiary constitutional complaint against the Zurich District Court's order granting definitive debt enforcement for CHF 1,300 was inadmissible because the order was not a final cantonal decision; it could still be appealed to the Zurich High Court. The complaint was also inadmissible insofar as it attacked other unspecified decisions. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 113 ff. BGG; subsidiary constitutional complaint only against final cantonal decisions. In pecuniary matters below the value threshold and absent an exception under Art. 74 BGG, the remedy is admissible only if the challenged act exhausts the cantonal instances. A decision of a district court remains non-final where cantonal appeal to the high court is available and indicated in the legal remedies notice. Unspecified additional challenges are inadmissible for want of a sufficiently determinate object of appeal. In such cases, summary non-entry under Art. 117 in conjunction with Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG is appropriate; costs follow defeat under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_12/2011

Urteil vom 26. Januar 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Zürich,
vertreten durch das Obergericht des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde u.a. gegen die Verfügung vom 30. November 2010 des Bezirksgerichts Zürich (Einzelrichter).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde u.a. gegen die Verfügung vom 30. November 2010 des Bezirksgerichts Zürich, das dem Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer auf Grund rechtskräftiger Gerichtsurteile die definitive Rechtsöffnung für Fr. 1'300.-- (Gerichtsgebühren) erteilt hat,

in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung vom 30. November 2010 des Bezirksgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde zum Vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer neben der erwähnten Verfügung noch weitere nicht näher bezeichnete Entscheide anficht,
dass sodann einzig Entscheide letzter kantonaler Instanzen der Verfassungsbeschwerde unterliegen (Art. 113 BGG),
dass sich die Eingabe des Beschwerdeführers an das Bundesgericht nicht gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid richtet, weil die Verfügung des Bezirksgerichts mit Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zürich angefochten werden kann, worauf in der kantonalen Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich hingewiesen worden ist,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117/108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass der Beschwerdeführer allein zum Zweck der Verzögerung der Zwangsvollstreckung und damit missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG), weshalb sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bezirksgericht Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Januar 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

constitutional complaintadmissibilityfinal decisiondebt enforcementcourt costsnon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint is admissible against the district court order

Extrahierter Entscheid

No. The order was not a final cantonal decision, because it could still be appealed to the Zurich High Court.

Extrahierte Begründung

In a pecuniary matter below the value threshold and without an exception, only the subsidiary constitutional complaint is available; however, it lies only against final cantonal decisions. Since the district court order was expressly appealable to the cantonal high court, the Federal Supreme Court could not enter into the complaint.

Kernrechtsfrage

Whether other unspecified decisions challenged by the appellant can be examined

Extrahierter Entscheid

No. To the extent the filing also attacked other unspecified decisions, the complaint was inadmissible from the outset.

Extrahierte Begründung

Those additional decisions were not identified with sufficient clarity and were therefore not capable of review in this proceeding.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the unsuccessful party, the appellant is liable for costs under the Federal Supreme Court Act.

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