Non-entry for failure to pay cost advance

5D_107/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung06.11.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the constitutional complaint because the appellant failed to pay the required CHF 1,000 cost advance within the non-extendable deadline, despite a warning of non-entry. A later submission filed after expiry of the deadline was disregarded. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 400.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG; Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the cost advance within the non-extendable grace period leads to non-entry. A submission filed after expiry of the deadline is ineffective. If the appellant neither pays the advance in cash nor by authorized postal/bank debit with timely proof, the complaint is not entered into and court costs are imposed under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_107/2007/bnm

Urteil vom 6. November 2007
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ GmbH,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtbewilligung des Rechtsvorschlags wegen mangelnden neuen Vermögens.

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 13. Juli 2007 des Gerichtspräsidenten 4 des Gerichtskreises II Biel-Nidau.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 13. Juli 2007 des Gerichtspräsidenten 4 des Gerichtskreises II Biel-Nidau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender und auch Ratenzahlungen verweigernder) Verfügung vom 4. Oktober 2007 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 11. Oktober 2007 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 19. September 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 5 Tagen seit der am 15. Oktober 2007 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass die vom Beschwerdeführer erst am 26. Oktober 2007 und damit nach Ablauf der Nachfrist eingereichte weitere Eingabe unbeachtlich zu bleiben hat,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:
1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Gerichtspräsidenten 4 des Gerichtskreises II Biel-Nidau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. November 2007
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

cost advancenon-entryconstitutional complaintdebt enforcementprocedural deadlinecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint could be entered into despite non-payment of the required cost advance within the deadline.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appellant did not pay the advance, deposit it at a post office counter, or provide the required proof of timely bank/postal debit, the complaint had to be dismissed by non-entry.

Extrahierte Begründung

After the grant of a final deadline under Art. 62(3) BGG and warning of non-entry, the appellant's later filing was untimely and irrelevant. The advance remained unpaid and the statutory consequence under Art. 62(3) BGG, in conjunction with Art. 117 and Art. 108(1)(a) BGG, was non-entry.

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