Non-entry for lack of signed appeal

5A_868/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung28.01.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dealt with an appeal against a cantonal decision concerning correction of a family name. After the appellant failed to submit a personally signed appeal brief within the non-extendable deadline, despite a warning under Art. 42 Abs. 5 BGG, the court held that the defect was not cured. It therefore did not enter into the appeal under Art. 42 Abs. 5 in conjunction with Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. No court costs were charged, and the decision was issued in simplified procedure by the division president.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 5, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; requirement of handwritten signature on the appeal brief and non-entry for failure to comply: if the appellant does not cure the absence of a personally signed appeal brief within the non-extendable deadline set by the Federal Court, the appeal is inadmissible and must be dealt with in simplified procedure under Art. 108 BGG. The court may decide without awaiting the expiry of a pending deadline for payment of a cost advance where non-entry follows for an uncured formal defect (consid. 1). In such summary non-entry cases, costs may be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_868/2010

Urteil vom 28. Januar 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Regionales Zivilstandsamt Y.________.

Gegenstand
Berichtigung des Familiennamens,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 1. November 2010 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 3. Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 1. November 2010 des Obergerichts des Kantons Aargau,
in die Aufforderung vom 10. Dezember 2010 an den Beschwerdeführer zur eigenhändigen Unterzeichnung der Beschwerdeschrift und zur Retournierung der unterzeichneten Beschwerdeschrift an das Bundesgericht innerhalb der nicht erstreckbaren Frist von 15 Tagen (seit der am 14. Dezember 2010 an der Zustelladresse erfolgten Zustellung) mit der Androhung, dass bei Säumnis die Beschwerde unbeachtet bleibt (Art. 42 Abs. 5 BGG),
in die das Gesuch des Beschwerdeführers um Fristerstreckung abweisende Verfügung vom 21. Dezember 2010,
in die Aufforderungen an den Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--, wobei die zweite Aufforderung infolge Nichtabholung als zugestellt gilt (Art. 44 Abs. 2 BGG),

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der ihm gesetzten Frist (auch unter Berücksichtigung des Friststillstandes während der Gerichtsferien gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG) dem Bundesgericht kein eigenhändig unterzeichnetes Exemplar der Beschwerdeschrift eingereicht hat, weshalb androhungsgemäss zu verfahren ist, ohne dass der Ablauf der Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses abgewartet zu werden braucht,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 42 Abs. 5 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass keine Kosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Dem Beschwerdeführer werden keine Gerichtskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regionalen Zivilstandsamt Y.________ und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Januar 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

non-entryformal defectsignature requirementcost advancesimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into despite the missing handwritten signature on the appeal brief.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant failed to submit a personally signed appeal within the non-extendable deadline, so the appeal was not entertained.

Extrahierte Begründung

The Federal Court held that the defect remained uncured even after the deadline, including the court vacation suspension. Under the warning given, the appeal had to be disregarded without waiting for the expiry of the cost-advance deadline.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged in the non-entry decision.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

The court expressly stated that no costs would be collected in this summary non-entry procedure.

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