Late appeal against seizure notice inadmissible

5A_818/2012Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung08.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a complaint against a cantonal supervisory decision concerning a seizure notice. It held that the cantonal appeal had been filed too late because an uncollected registered letter is deemed served after seven days when the recipient had to expect delivery. Before the Federal Supreme Court, the appellant failed to engage with the decisive reasoning of the lower court and did not substantiate any violation of law or constitutional rights. The complaint was therefore not entered upon, and court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsistence of the reasoning requirement in federal complaint proceedings. A complaint must, in direct confrontation with the challenged reasons, set out succinctly and specifically which federal or constitutional norms were violated and in what respect. Mere assertion or repetition of prior arguments is insufficient. If the submission manifestly lacks such substantiation, the court shall not enter into the matter in the summary procedure. In debt-enforcement matters, the time calculation for service may follow the fiction of service of an uncollected registered letter when the addressee had to expect the decision (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_818/2012

Urteil vom 8. November 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt A.________.

Gegenstand
Pfändungsankündigung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 23. Oktober 2012 des Obergerichts des Kantons Thurgau (als kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 23. Oktober 2012 des Obergerichts des Kantons Thurgau, das (als obere SchK-Aufsichtsbehörde) auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde (betreffend Pfändungsankündigung) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, unbekümmert um Postrückbehalte- und Postlagernd-Aufträge gelte ein nicht abgeholter Einschreibebrief, mit dem der Empfänger habe rechnen müssen, als am siebten Tag seit Eingang der Sendung beim Bestimmungspostamt zugestellt (BGE 134 V 49), vorliegend habe die 10-tägige Rechtsmittelfrist (Art. 18 Abs. 1 SchKG) nach unbenutztem Ablauf der postalischen Abholfrist (Meldung zur Abholung am 13. September 2012) spätestens am 21. September 2012 zu laufen begonnen und am 1. Oktober 2012 (Montag) geendet, die gemäss Poststempel erst am 13. Oktober 2012 bei der Post aufgegebene Beschwerde an das Obergericht erweise sich damit ungeachtet des Postlagernd-Auftrags des Beschwerdeführers, der auf Grund seiner Beschwerde an die Vorinstanz mit der Zustellung deren Entscheids habe rechnen müssen, als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten sei,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 23. Oktober 2012 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt A.________ und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

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