Federal appeal dismissed for insufficient reasoning

5A_796/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung09.12.2009Inadmissible

Zusammenfassung

The complainant challenged a debt-enforcement seizure attachment before the Federal Supreme Court. The court held that the pleading did not meet the statutory reasoning requirements because it failed to address the cantonal supervisory authority’s decisive considerations and merely reiterated the dispute over the underlying debt. The complaint was therefore not entered into under the simplified procedure. Court costs of CHF 400 were charged to the complainant.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal complaint in debt-enforcement matters. A complaint must, in a concise but specific manner, engage with the reasoning of the contested decision and show, with reference to that reasoning, which federal or constitutional norms were violated. Mere repetition of the factual or substantive objection raised below, especially a renewed denial of the underlying debt, is insufficient. Constitutional grievances must likewise be distinctly alleged and substantiated. If these requirements are not met, the court will not enter into the complaint in the simplified procedure.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_796/2009

Urteil vom 9. Dezember 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Krankenkasse Y.________,
Beschwerdegegnerin,
Betreibungsamt Z.________,
verfahrensbeteiligtes Amt.

Gegenstand
Pfändungsanschluss,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 19. November 2009 der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs (Kanton Solothurn).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 19. November 2009 der Aufsichtsbehörde, die auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen Pfändungsanschluss nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass die Aufsichtsbehörde erwog, der Beschwerdeführer bringe gegen den Pfändungsanschluss nichts vor, sodann dürfe weder das Betreibungsamt noch die Aufsichtsbehörde über Bestand oder Nichtbestand der Betreibungsforderung entscheiden, die Bestreitung der Schuld gegenüber der Krankenkasse Y.________ sei daher unzulässig,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden Erwägungen der Aufsichtsbehörde eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil der Aufsichtsbehörde vom 19. November 2009 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, auch vor Bundesgericht die Schuld gegenüber der Beschwerdegegnerin zu bestreiten,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem verfahrensbeteiligten Amt und der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Dezember 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

debt enforcementseizure attachmentadmissibilityreasoning requirementconstitutional complaintcourt costs