Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirement of reasoning for complaints against a non-entry decision. Where the cantonal authority has not entered into the matter, the Federal Supreme Court reviews only whether the non-entry was lawful. The appellant must address the reasons of the contested decision in a manner showing a violation of law; a mere repetition of grievances or an assertion of denial of justice is insufficient, even for lay submissions. If the appeal is manifestly inadequately reasoned, non-entry in simplified procedure is appropriate (consid. 1-3). Under Art. 66 Abs. 1 BGG, court costs may exceptionally be waived in light of the circumstances (consid. 4).
5A_746/2023
Urteil vom 5. Oktober 2023
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Betreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen.
Gegenstand
Pfändungsankündigung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen vom 12. September 2023 (ABS 23 309).
In der gestützt auf einen Entscheid des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 1. Dezember 2021 für Fr. 10'680.-- nebst Zins eingeleiteten Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, wurde dem Beschwerdeführer am 31. August 2023 die Pfändungsankündigung zugestellt. Auf die hiergegen erhobene Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 12. September 2023 nicht ein. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 verlangt der Beschwerdeführer die Aufhebung dieses Entscheides.
Die Vorinstanz ist auf das Rechtsmittel des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Anfechtungsgegenstand ist deshalb grundsätzlich nur die Frage, ob sie zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt hat (BGE 135 II 38 E. 1.2; 139 II 233 E. 3.2). Diesbezüglich hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (BGE 140 III 115 E. 2; 142 III 364 E. 2.4).
Das Obergericht hat seinen Nichteintretensentscheid damit begründet, dass die Beschwerde überhaupt keine Begründung enthalte und damit selbst den für eine Laieneingabe geltenden reduzierten Begründungsanforderungen nicht genüge.
Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander, wenn er einzig festhält, die Aufsichtsbehörde verweigere ihm eine Beschwerde.
Nicht nachvollziehbar ist sodann das Anliegen, wegen eines hängigen Strafverfahrens in Solothurn sei das Verfahren gegen den Gläubiger zu sisiteren.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).
Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, und dem Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen mitgeteilt.
Lausanne, 5. Oktober 2023
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli