Non-entry for lack of reasoning in FE appeal

5A_740/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung15.11.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. challenged the cantonal refusal to release him from involuntary psychiatric placement. The Federal Supreme Court held that the filing contained no sufficient reasoning and no subsequent submission was filed within the appeal period. As the complaint was therefore manifestly inadmissible, the Court declined to enter into the merits in simplified procedure. No court costs were levied.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; requirements of reasoning for complaints to the Federal Supreme Court. A complaint must contain, in the appeal document itself, a concise but specific explanation of how the challenged decision violates federal law; constitutional grievances must be expressly and precisely substantiated. A mere announcement that a more detailed submission will follow does not satisfy the filing requirements. If no adequate reasoning is submitted within the appeal period, the complaint is manifestly inadmissible and must be disposed of in simplified procedure without further evidentiary measures (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_740/2011

Urteil vom 15. November 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Vormundschaftsbehörde A.________.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 11. Oktober 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 11. Oktober 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das eine Berufung des Beschwerdeführers gegen die durch das Bezirksgericht Meilen (nach Durchführung einer Verhandlung) erfolgte Abweisung seines Gesuchs um Entlassung aus dem (am 13. September 2011 nach Art. 397a Abs. 1 ZGB angeordneten) fürsorgerischen Freiheitsentzug in der psychiatrischen Klinik B.________ abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Wesentlichen erwog, der Beschwerdeführer leide an einer Persönlichkeitsstörung sowie an einer langjährigen schweren ... -abhängigkeit bestehe eine konkrete Fremdgefährdung, ausserdem gefährde der Beschwerdeführer auch sich selbst (Verwahrlosung), mangels Krankheitseinsicht und relevanter Verbesserung des Gesundheitszustandes könne dem Beschwerdeführer im heutigen Zeitpunkt die nötige persönliche Fürsorge nur im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG),
dass zwar der Beschwerdeführer in seiner fristgerechten Eingabe an das Bundesgericht diesem die termingerechte Einreichung eines noch auszuarbeitenden ausführlichen Rekurses in Aussicht gestellt und die Einholung von Mobbingschreiben der Liegenschaftsverwaltung bei der Staatsanwaltschaft beantragt hat,
dass jedoch der Beschwerdeführer innerhalb der Beschwerdefrist (trotz seiner Ankündigung) keine weitere Beschwerdeschrift beim Bundesgericht eingereicht hat,
dass die eingereichte Eingabe (trotz einlässlicher obergerichtlicher Rechtsmittelbelehrung) keine Beschwerdebegründung enthält,
dass somit auf die - mangels Begründung offensichtlich unzulässige und nach Ablauf der Beschwerdefrist auch nicht verbesserbare - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG und ohne Durchführung weiterer Beweismassnahmen nicht einzutreten ist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Vormundschaftsbehörde A.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

involuntary placementadmissibilityreasoned appealconstitutional claimssimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint complied with the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

It did not, because no substantiated legal reasoning was filed within the appeal deadline.

Extrahierte Begründung

A complaint under Art. 72 ff. BGG must explain in a concise manner how the challenged decision violates law; constitutional claims must also be specifically argued. The filing contained no complaint reasoning and could not be cured after expiry of the deadline.

Kernrechtsfrage

Whether further evidence should be taken

Extrahierter Entscheid

No further evidentiary measures were ordered.

Extrahierte Begründung

Because the complaint was manifestly inadmissible for lack of reasoning, there was no basis for additional evidence.

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