No standing to appeal after FEU annulment

5A_74/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung01.04.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant was no longer aggrieved after the cantonal authority had already annulled the involuntary placement order and granted his complaint. As he therefore lacked a legally protected interest in further challenging the measure, the complaint was obviously inadmissible. The Court did not enter into the matter under the simplified procedure and ordered that no court costs be charged.

Regest

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG: No current legal interest exists where the cantonal authority has already granted the complaint and annulled the challenged measure; the appellant is no longer adversely affected. In such circumstances, a further federal complaint seeking the same relief is inadmissible. The Federal Supreme Court may refuse to enter into the matter in simplified procedure when the inadmissibility is manifest (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_74/2010

Urteil vom 1. April 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amtsarzt des Kantons St. Gallen,
Dr. med. Z.________.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 21. Januar 2010 der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (Abteilung V).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 21. Januar 2010 der Verwaltungsrekurskommission St. Gallen, die eine Klage des Beschwerdeführers geschützt, die angefochtene erstinstanzliche Verfügung (fürsorgerische Freiheitsentziehung) aufgehoben, dem Staat die amtlichen Kosten auferlegt und diesen zu einer Entschädigung an den Beschwerdeführer verpflichtet hat,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit seinen Eingaben die Entlassung aus dem fürsorgerischen Freiheitsentzug beantragt,
dass indessen der Beschwerdeführer, nachdem seine Klage gutgeheissen worden ist, durch diese Massnahme nicht mehr beschwert ist (BGE 109 II 350),
dass der Beschwerdeführer daher kein rechtlich geschütztes Interesse an deren Aufhebung mehr hat (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG),
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass keine Kosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amtsarzt des Kantons St. Gallen und der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (Abteilung V) schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. April 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

involuntary placementstandinglegal interestinadmissibilitysimplified procedurecourt costs