Late appeal in personality protection case; no entry

5A_713/2013Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung14.10.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appeal against the Bern cantonal decision on personality protection and interim measures was filed out of time. The challenged decision had been served on 2013-06-08, so the 30-day appeal period expired on 2013-07-08. The appellant’s reference to an alleged guardianship decision was unsubstantiated and, according to inquiries, no such decision existed. The court therefore declined to enter into the appeal in simplified proceedings and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Regest

Art. 100 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; timeliness of the appeal and summary non-entry: an appeal lodged after expiry of the 30-day time limit is inadmissible. Where the lateness is evident from the file, the judge may decide summarily under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG without further examination of the merits. Unsubstantiated references to other, non-existent decisions cannot cure the defect and do not create a basis for entry into the proceedings; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

5A_713/2013

Urteil vom 14. Oktober 2013

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Franz Müller,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Persönlichkeitsschutz; vorsorgliche Massnahmen,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer,
vom 14. Mai 2013.

Nach Einsicht
in den angefochtenen Entscheid,
in die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 23. September 2013,

in Erwägung,
dass die Beschwerde verspätet ist, soweit sie sich gegen den der Beschwerde beigelegten angefochtenen Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2013 richtet, zumal dieser Entscheid der Beschwerdeführerin am 8. Juni 2013 zugegangen und die 30-tägige Beschwerdefrist somit am 8. Juli 2013 abgelaufen ist (Art. 100 Abs. 1 BGG),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe einen Entscheid über die "Bevormundung" anspricht, diesen jedoch nicht beigelegt hat und Erkundigungen ergeben haben, dass kein entsprechender Entscheid existiert,
dass folglich auf die Beschwerde durch den Abteilungspräsidenten im vereinfachten Verfahren in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG unter Kostenfolge für die Beschwerdeführerin (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten ist,

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Oktober 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Zbinden

Schlagwörter

personality protectioninterim measuresappeal deadlinenon-entrysummary procedurecourt costs