Non-entry for insufficiently reasoned appeal in involuntary commitment case

5A_675/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung27.09.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal judgment that had declared moot his challenge to an involuntary commitment. The Court held that the submission did not address the decisive reasoning of the cantonal court and did not explain any violation of federal or constitutional law. It therefore refused to enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. No court costs were charged, and the decision was notified to X., Y., and the Obergericht of Lucerne.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 95 f. und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissibility of an appeal to the Federal Supreme Court. An appeal must, in concise form, engage with the decisive reasoning of the challenged decision and indicate specifically how federal law is violated. A submission that merely restates positions or ignores the cantonal grounds for mootness and jurisdictional allocation is manifestly insufficiently reasoned and leads to non-entry in simplified procedure under Art. 108 BGG. In such cases, the presiding member may decide, and no court costs may be levied where the decision so provides.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_675/2010

Urteil vom 27. September 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 16. August 2010 des Obergerichts des Kantons Luzern (II. Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 16. August 2010 des Obergerichts des Kantons Luzern, das eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Beschwerdeführers gegen einen abweisenden Beschwerdeentscheid vom 16. Juli 2010 des Amtsgerichtspräsidenten Z.________ (betreffend die am 2. Juli 2010 gestützt auf Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung des Beschwerdeführers in die psychiatrische Klinik A.________) infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, die Frist von 30 Tagen der am 2. Juli 2010 verfügten vorsorglichen fürsorgerischen Freiheitsentziehung sei abgelaufen, durch Rückbehaltungsverfügung vom 13. August 2010 des leitenden Arztes der gerontologischen Klinikabteilung sei der ursprüngliche Freiheitsentzug auf eine neue Rechtsgrundlage gestellt worden, weshalb das vorliegende Verfahren betreffend die am 2. Juli verfügte Massnahme gegenstandslos geworden sei, die weitere Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die am 13. August 2010 erneut verfügte fürsorgerische Freiheitsentziehung sei zuständigkeitshalber dem Amtsgerichtspräsidenten Z.________ überwiesen worden,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen betreffend die Gegenstandslosigkeit seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde und die Zuständigkeit des Amtsgerichtspräsidenten Z.________ zur Behandlung seiner weiteren Beschwerde eingeht,
dass der Beschwerdeführer er erst recht nicht anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 16. August 2010 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, Y.________ und dem Obergericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. September 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Escher Füllemann

Schlagwörter

involuntary commitmentadmissibilityinsufficient reasoningmootnessnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 and 108 BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not address the decisive cantonal reasoning and therefore lacked sufficient substantiation.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to engage with the cantonal court's findings on mootness and jurisdiction and did not show any violation of federal or constitutional law.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

In non-entry cases under Art. 108(1) BGG, no court costs were levied in this instance.

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