Non-payment of advance costs leads to non-entry

5A_67/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung15.03.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. filed a Federal Supreme Court complaint against a decision of the Thurgau cantonal supervisory authority in debt enforcement proceedings. The court had already ordered an advance on costs of CHF 500 and later granted a non-extendable grace period under Art. 62(3) BGG, with a warning of non-entry. X. failed to pay the advance or submit proof of timely debit. The Federal Supreme Court therefore did not enter into the complaint and imposed court costs of CHF 200 on X.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance on costs after expiry of a non-extendable grace period results in non-entry into the appeal. The appellant must either pay the advance in cash or prove timely debit in accordance with Art. 48 Abs. 4 BGG; absent such proof, the court is obliged to refuse entry. Costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_67/2010

Urteil vom 15. März 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Politische Gemeinde A.________,
Beschwerdegegnerin,

Betreibungsamt Märstetten.

Gegenstand
Pfändung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Beschluss vom 22. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Thurgau (als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Beschluss vom 22. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Thurgau,

in Erwägung,
dass die von "X.________ und Z.________" eingereichte Eingabe gegen den obergerichtlichen Beschluss, der einzig gegenüber der Ersteren ergangen ist, als Beschwerde der (durch den angefochtenen Entscheid allein beschwerten: Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG) X.________ entgegengenommen worden ist,
dass sodann die Beschwerdeführerin mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 19. Februar 2010 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihr mit Verfügung vom 27. Januar 2010 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 22. Februar 2010 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihr obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Betreibungsamt Märstetten und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. März 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Escher Füllemann

Schlagwörter

advance costsnon-entrydebt enforcementappeal admissibilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Supreme Court could enter into the appeal despite the unpaid advance costs.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appellant neither paid the advance costs nor proved timely payment within the non-extendable grace period, the court could not examine the appeal.

Extrahierte Begründung

After a warning under Art. 62(3) BGG, non-payment of the required advance costs entails non-entry under Art. 108(1)(a) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, costs are charged to the appellant under Art. 66(1) BGG.

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