Late federal appeal in matrimonial protection case

5A_625/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung15.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal decision refusing to modify matrimonial protection measures. The Federal Supreme Court held that the appeal period was not suspended because the matter concerned a precautionary measure under Art. 98 BGG. Since the appeal was only posted on 13 September 2011, after expiry of the 30-day deadline, the Court declared the appeal manifestly inadmissible and did not enter into it. The request for free legal aid was refused because the appeal lacked prospects of success. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 100 Abs. 1, Art. 48 Abs. 1, Art. 46 Abs. 2 and Art. 98 BGG; timeliness of the federal appeal against a decision on matrimonial protection measures. An appeal against a precautionary measure is not subject to the suspension of deadlines under Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG. The time limit runs uninterrupted and, if missed, results in non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. An obviously inadmissible appeal is devoid of prospects of success and excludes free legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG. The unsuccessful appellant bears the court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_625/2011

Urteil vom 15. September 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Storrer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Schilling, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Abänderung von Eheschutzmassnahmen,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 1. Juli 2011.
Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 1. Juli 2011 des Obergerichts des Kantons Schaffhausen, das eine Berufung des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Abweisung seines Gesuchs um Abänderung von Eheschutzmassnahmen abgewiesen hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG innert 30 Tagen nach der Eröffnung des kantonalen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post zu übergeben ist (Art. 100 Abs. 1, Art. 48 Abs. 1 BGG),
dass im vorliegenden Fall der angefochtene Entscheid dem Anwalt des Beschwerdeführers (gemäss Eingangsstempel und seinen eigenen Angaben) am 13. Juli 2011 eröffnet worden ist,
dass die Beschwerdefrist durch Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG nicht gehemmt worden ist, weil sich die Beschwerde gegen einen Entscheid betreffend Eheschutz und damit gegen einen vorsorglichen Massnahmeentscheid im Sinne von Art. 98 BGG richtet (Art. 46 Abs. 2 BGG; BGE 133 III 393 E. 5 S. 396 f.),
dass die Beschwerde erst am 13. September 2011 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist der Post übergeben worden ist,
dass sich somit die Beschwerde als verspätet und daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb darauf in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

appeal deadlinenon-entrymatrimonial protectionprecautionary measurelegal aidcourt coststimeliness

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal was filed within the statutory time limit.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal was delivered to the post after expiry of the 30-day deadline, which was not suspended in this case.

Extrahierte Begründung

The challenged decision was served on 13 July 2011. Because the case concerned matrimonial protection, the decision was a precautionary measure under Art. 98 BGG and the appeal period was not stayed by the summer recess under Art. 46 BGG. The filing on 13 September 2011 was therefore late.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Extrahierter Entscheid

No. Legal aid was refused because the appeal had no prospect of success.

Extrahierte Begründung

An obviously inadmissible late appeal is hopeless, so the statutory condition of prospects of success was lacking.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must pay court costs.

Extrahierte Begründung

As the unsuccessful party, the appellant was ordered to bear the costs under the Federal Supreme Court Act.

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