Non-entry for failure to pay advance costs in divorce appeal

5A_61/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung30.03.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal in a divorce case after previously denying legal aid as hopeless. The appellant then asked for reconsideration, but the court found no argument that would cast doubt on the earlier refusal. It also found that the appellant had not paid the required CHF 1,000 advance on costs within the non-extendable deadline and had not provided the necessary debit confirmation. As a result, the court refused reconsideration, did not enter into the appeal, and charged court costs of CHF 500 to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 64 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; advance on costs and non-entry: where the appellant fails, after warning and a non-extendable grace period, to pay the required advance or to prove timely debiting of a payment order, the appeal is inadmissible. A request for reconsideration of a prior refusal of legal aid is dismissed if it raises no argument capable of calling the correctness of that refusal into question. Costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_61/2007/bnm

Verfügung vom 30. März 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht,
4. Kammer), Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau,

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege für eine Scheidungsklage.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 11. Januar 2007 des Obergerichts des Kantons Aargau.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 11. Januar 2007 des Obergerichts des Kantons Aargau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer (nach sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender Verfügung vom 6. März 2007, Art. 64 Abs. 1 BGG) mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 13. März 2007 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 1. März 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 5 Tagen seit der am 14. März 2007 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innert der Nachfrist eine weitere Eingabe eingereicht hat, worin er um Wiedererwägung der (sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abweisenden) Verfügung vom 6. März 2007 ersucht,
dass dieses Gesuch (ungeachtet der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers) abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit der Verfügung vom 6. März 2007, auf die verwiesen wird, in Frage zu stellen vermöchte,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der nicht erstreckbaren Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

verfügt:
1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.
2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Diese Verfügung wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. März 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

legal aidadvance on costsnon-entryreconsiderationdivorcecourt fees

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for reconsideration of the denial of legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

The reconsideration request was denied because the appellant raised nothing capable of calling the earlier refusal into question.

Extrahierte Begründung

The court held that the submission did not undermine the correctness of the prior order denying legal aid as hopeless, so reconsideration was unwarranted.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could proceed despite non-payment of the advance on costs

Extrahierter Entscheid

The court entered no proceedings on the appeal because the advance on costs was neither paid in cash nor timely credited, and no proof of payment by debit confirmation was produced.

Extrahierte Begründung

After an unsuccessful final deadline under Art. 62(3) BGG and a warning of non-entry, failure to comply required non-entry under Art. 108(1)(a) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was not entered into, the appellant was made liable for costs under Art. 66(1) BGG.

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