Non-payment of advance costs led to non-entry on appeal

5A_542/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung16.09.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal decision on legal aid in divorce-modification proceedings. After the appellant failed to pay the required advance costs within the non-extendable grace period and did not provide proof of timely payment by debit order, the court held that it could not enter into the complaint. A second request for reconsideration of the earlier cost order was also rejected because it did not raise any arguments undermining that order. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 48 Abs. 4 und Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of an advance costs order within the non-extendable grace period leads to non-entry on the complaint. A payment is deemed timely only if the amount is paid in cash to the Federal Supreme Court, handed in at a Swiss Post counter in favour of the Court cash desk, or debited in due time from a Swiss postal or bank account with timely submission of the required debit confirmation. A reconsideration request is rejected when it merely repeats prior arguments and does not call the earlier order into question (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_542/2010

Urteil vom 16. September 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern,
Appellationshof, 2. Zivilkammer, Postfach 7475,
3001 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege im Appellationsverfahren betreffend Abänderung des Scheidungsurteils.

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 6. Juli 2010 des Obergerichts des Kantons Bern (Appellationshof, 2. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 6. Juli 2010 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein erstes Gesuch um Wiedererwägung der abweisenden Armenrechtsverfügung vom 30. Juli 2010 abweisender) Verfügung vom 25. August 2010 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit der erwähnten Verfügung vom 30. Juli 2010 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 700.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 27. August 2010 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein zweites Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 30. Juli 2010 eingereicht hat, das jedoch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit dieser Verfügung, auf die verwiesen wird, in Frage zu stellen vermöchte,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt die Präsidentin:

1.
Das zweite Gesuch um Wiedererwägung wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. September 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance costsnon-entryreconsiderationlegal aidappeal admissibilityprocedural deadlines

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the second request for reconsideration of the advance-cost order should be granted

Extrahierter Entscheid

The request was denied because the appellant raised nothing capable of casting doubt on the correctness of the earlier order.

Extrahierte Begründung

The court referred to its previous order and found no new arguments warranting reconsideration.

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint could proceed despite non-payment of the advance costs

Extrahierter Entscheid

The court declined to enter into the complaint because the appellant neither paid the advance in time nor proved timely debiting of a Swiss postal or bank account.

Extrahierte Begründung

After expiry of the non-extendable grace period, the conditions for admissible payment under Art. 62(3) and Art. 48(4) BGG were not met, so non-entry followed under Art. 108(1)(a) BGG.

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