Non-payment of advance results in non-entry on appeal

5A_534/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung08.10.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dealt with a complaint against an Obergericht of Lucerne decision in a debt-enforcement matter. The appellant had been ordered to pay a CHF 2,000 advance and, after being granted a final non-extendable deadline, failed to do so in the prescribed manner. She also filed a reconsideration request against the order of 3 September 2009. The Court rejected that request and, because the advance had not been paid or duly evidenced within the deadline, did not enter into the complaint. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; failure to pay the advance on costs within the non-extendable grace period leads to non-entry. A reconsideration request against the warning order is unfounded where it does not demonstrate any error in that order; after expiry of the appeal period, supplementation of the appeal is excluded. If the advance is neither paid in cash nor validly credited through post or bank transfer with timely debit proof, the court shall not enter into the complaint and shall allocate costs to the appellant.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_534/2009

Urteil vom 8. Oktober 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Herrn Roland Burkhard.

Gegenstand
Rechtsöffnung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 30. Juni 2009 des Obergerichts des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 30. Juni 2009 des Obergerichts des Kantons Luzern,

in Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin mit (ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender) Verfügung vom 3. September 2009 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihr mit Verfügung vom 20. August 2009 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 16. September 2009 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin innerhalb der Nachfrist ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 3. September 2009 eingereicht hat, das jedoch abzuweisen ist, weil die Beschwerdeführerin nichts vorbringt, was die Richtigkeit dieser Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte, zumal eine Ergänzung der Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist ausgeschlossen ist,
dass festzustellen bleibt, dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihr obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt die Präsidentin:

1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Oktober 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance paymentnon-entrylegal aidreconsiderationcourt costsdeadline

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the reconsideration request against the order of 3 September 2009 should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request was denied because the appellant raised nothing capable of calling the order into question.

Extrahierte Begründung

The court held that the request did not show any error in the challenged order and that supplementation of the appeal after expiry of the appeal period was excluded.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could proceed despite failure to pay the advance within the deadline.

Extrahierter Entscheid

No; the court refused to enter into the complaint.

Extrahierte Begründung

The advance was neither paid in cash nor credited via post/bank transfer with proof of timely debit, so the sanction of non-entry applied under the warning already given.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.